Skulpturenweg
Künstlerin schafft eine Insel der Kunst im Grün von Kienberg

Künstlerin Lucia Brogle-Finatti eröffnet zum Jubiläum ihres Töpferchällers in Kienberg einen Skulpturenweg der besonderen Art.

Madeleine Schüpfer
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Im Wiesland stehen Wandobjekte aus Eisen, das eine rostig, das andere glänzend poliert, flankiert von Keramikfiguren.

Im Wiesland stehen Wandobjekte aus Eisen, das eine rostig, das andere glänzend poliert, flankiert von Keramikfiguren.

Bruno Kissling

Für ihre 30 Jahre Töpferchäller in Kienberg hat sich die Künstlerin Lucia Brogle-Finatti mit ihrem Team etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie kreierte um ihr Atelier und Wohnhaus herum einen Skulpturenweg, der bestückt ist mit faszinierenden Kunstwerken, mit Skulpturen, eigenwilligen Keramikobjekten.

Der Rundgang beginnt hinter dem Atelier, führt durch ein romantisches Gittertor in den Garten ihres Wohnhauses, wo man in der hinteren Ecke einen gewaltigen Thron, eine Behausung wie aus einem Märchen entdeckt, in der man ruhen darf. Man geht an vielen Kunstobjekten vorbei hinunter zur Strasse, zu einem kleinen Weiher, bestückt mit Keramikfischen in den feinsten Varianten.

Vernissage

Die Vernissage des Skulpturenwegs findet am Freitag, 26. Mai, von 19 bis 22 Uhr statt, Sängerin Jolanda Amsler Bürge wird mit ihren Liedern das Publikum begeistern, und die Thronbauer Andreas und Ivo erzählen von ihrem Werk im Garten. Die Ausstellung ist am Samstag, 27. Mai, von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag, 28. Mai, von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Ab Juni ist der Skulpturenweg jeden Donnerstag von 9 bis 21 Uhr zugänglich, oder nach Vereinbarung.

Die Idee des Skulpturenwegs ist der Künstlerin eingefallen, weil sie von ihrem Wohnhaus aus durch das Gittertor den Weg ins Atelier täglich im Auge hat. So ist ein Rundgang entstanden, der auf eine einmalige Art verzaubert. Er beginnt mit Köpfen auf Holzsockeln. Sie nennt dieses Kunstwerk «Osterinsel», und in der Tat, diese eigenwilligen Skulpturen gaukeln dem Besucher das Geheimnis der Osterinsel lebendig vor.

Zwei grossflächige, in der Wiese stehende Wandobjekte aus Eisen, das eine rostig, das andere glänzend poliert, sind von Keramikfiguren flankiert, erzählen von der Sehnsucht der Menschen, von Liebe und Gemeinsamkeit. Überall dem Weg entlang und im Wiesland entdeckt man hohe Stelen mit eigenwilligen Objekten aus Keramik. Bunte Fabelwesen, Vögel, fantasievoll und skurril kreiert.

Atelier in ehemaliger Schreinerei

Lucia Brogle-Finatti ist in Kienberg geboren. Im Atelier war die Schreinerei ihres Vaters, Requisiten erzählen davon. Seit 30 Jahren beschäftigt sie sich mit der Töpferei und schafft Kunstwerke, die jeden verzaubern und sie berühmt gemacht haben weit über die Region hinaus. Das Jubiläum ihres Töpferchällers krönt sie mit der Eröffnung dieses Skulpturenwegs.

Sie verknüpft dieses Ereignis mit einer Bilder- und Objektausstellung zweier Kunstschaffenden, die sie seit vielen Jahren kennt. Mit Hermine Anna Sammut aus Gozo in Malta, einer Künstlerin, die im Philosophenhaus aus Glas am Anfang des Skulpturenwegs ihre neusten Inselgöttinnen präsentiert, und mit Bildobjekten von Silvia Balzarini aus Lengnau, einer Malerin mit höchst surreal wirkenden Arbeiten.

Der Rundgang durch die Wiesen ist ein Vergnügen. Man staunt über so viel Kreativität, Fantasie und Gestaltungsvermögen. Lucia Brogle gehört zu Kienberg, sie ist nicht nur ein Geheimtipp, sie ist ein einmaliger Anziehungspunkt.

Es gibt künstlerische Ereignisse, die in sich einmalig sind. Dies ist eines davon – dank dieser begabten Künstlerin, die für ihre Kunst lebt, sie leidenschaftlich liebt und dem Dorf Kienberg dadurch besonderen Flair verleiht.

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