Niedergösgen
Kundenzone wurde für 1,77 Mio. Franken erneuert

Die Raiffeisenbank Niedergösgen-Schönenwerd-Eppenberg erwirtschaftete einen Gewinn von 566'356 Franken.

Beat Wyttenbach
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Neu weist die Filiale in Niedergösgen auch eine rege genutzte Bücherecke auf. zvg

Neu weist die Filiale in Niedergösgen auch eine rege genutzte Bücherecke auf. zvg

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Gabriela von Arx, Verwaltungsratspräsidentin der Raiffeisenbank Niedergösgen-Schönenwerd-Eppenberg, konnte am Freitagabend rund 500 Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur 113. GV in der Mehrzweckhalle Inseli in Niedergösgen begrüssen. Sie liess das vergangene Jahr Revue passieren, das unter dem Aspekt der Digitalisierung «starken Innovationsdruck, aber auch Chancen zur Weiterentwicklung» geboten habe. Entsprechend lege man den Schwerpunkt noch mehr «auf optimale und kompetente Beratung in den Bereichen Anlage, Vorsorge und Wohnen», erklärte von Arx.

Im Zuge dessen wurde der Hauptsitz in Niedergösgen für 1,77 Mio. Franken umgebaut und weist nun sechs Besprechungszimmer, einen kundenfreundlichen Eingangsbereich und eine Bücherecke auf, die rege genutzt werde. Zudem könne die Kundschaft ihr Bargeld nun am Bankomaten beziehen. Leider habe 2018 aber auch die Filiale in Stüsslingen geschlossen werden müssen (siehe Kontext).

Doch ein Bankomat für Stüsslingen?

Die Schliessung der Filiale in Stüsslingen kam dort nicht gut an: Gemeindepräsident Georges Gehriger erklärte, die Bevölkerung sei damit «vor den Kopf gestossen worden», und er forderte, man solle doch zumindest die Installation eines Bankomaten vornehmen, respektive einen entsprechenden Antrag für die GV 2020 zulassen. Gehrigers Votum wurde von diversen Nachrednern unterstützt und erhielt starken Applaus aus der Versammlung. Die VR-Präsidentin erwiderte, dass die Statuten so etwas nicht vorsehen würden, stellte aber in Aussicht, dass das Anliegen aus Stüsslingen geprüft werde. (bw)

Die Raiffeisenbank, so Bruno Studer, Vorsitzender der Bankleitung, habe ihr «stetiges und kontrolliertes Wachstum» fortsetzen können. Die Kundeneinlagen verzeichneten einen Zufluss auf 376,5 Mio. Franken. Die Hypothekarforderungen stiegen auf 453,6 Mio. Franken. Das Zinsengeschäft als wichtigste Ertragsquelle sei ebenfalls erfolgreich gewesen: Der Netto-Erfolg lag bei 5,58 Mio. Franken. Rückläufig seien hingegen der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (415'312 Franken) und aus dem Handelsgeschäft (162'328 Franken).

Die Stimmberechtigten hiessen in der Folge die Jahresrechnung 2018 einstimmig gut. Die Kennzahlen dazu: Die Bilanzsumme betrug 507,8 Mio. Franken, die Kundenausleihungen beliefen sich auf 455 Mio. Franken. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen stiegen auf 376,5 Mio. Franken. Der Geschäftsaufwand verzeichnete einen Anstieg auf 4,5 Mio. Franken, der Geschäftsertrag hingegen sank minim auf 6,34 Mio. Franken. Der Jahresgewinn belief sich auf 566 356 Franken. – Ebenfalls genehmigt wurden die Verzinsung der Anteilscheine mit 6,0 Prozent. Die Organe wurden entlastet, und als Revisionsstelle für die Jahre 2019 bis 2020 bestätigt wurde die PricewaterhouseCoopers AG.

Unter «Verschiedenem» wurden Cornelia Bieri, Jasmine Dobler, Doris Keller, Andrea Schenker und Theo Schwarzentruber für ihre Dienstjubiläen geehrt werden, Schwarzentruber speziell ist Mitglied der Bankleitung und blickt auf ein 40-jähriges Wirken für die Raiffeisenbank zurück. Ruth Lenz wurde als neue Beraterin willkommen geheissen, und Rita von Arx in den Ruhestand entlassen. Verwaltungsrat Patrik Brogli hatte Ende Jahr sein Mandat zudem wegen Wegzugs zurückgegeben. Nach dem geschäftlichen Teil wurde den Anwesenden das Nachtessen serviert. Für das Unterhaltungsprogramm war die Gruppe «Showact Starbugs Comedy» zuständig, für die Technik die «Lifestyle Adventure» aus Schönenwerd.

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