Schönenwerd

Kulturwoche und Jugendfest fallen wegen Corona ins Wasser

Dieses Jahr gibt es kein Jugendfest. (Archiv)

Dieses Jahr gibt es kein Jugendfest. (Archiv)

Um den traditionellen Zweijahresrhythmus nicht durcheinander zu bringen, finden in Schönenwerd die Kulturwoche und das Jugendfest erst wieder 2022 statt.

«Es war alles bereit», sagt Roland Marti, Präsident der Kulturkommission Schönenwerd. «Die Verträge mit den Künstlern waren komplett und das Catering mit dem Frauenturnverein war bis ins Detail geplant.» Bis Ende August wurden durch den Bund Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden verboten. Darum entschloss sich der Gemeinderat von Schönenwerd, die Kulturwoche erst in zwei Jahren wieder durchzuführen. Traditionell mündet diese jeweils fliessend das Jugendfest Schönenwerd. Diese beiden Höhepunkte wechseln sich jedes Jahr ab mit zwei anderen Gemeindeanlässen: Dem Fest der Kulturen und dem Schulfest.

Bratwürste waren noch nicht bestellt

Nun entsteht also eine Lücke dieses Jahr. Marti bedauert den Ausfall und beweist trotzdem Humor, er sagt: «Zum Glück haben wir die Bratwürste noch nicht bestellt.» Finanziell sei der Schaden gering, doch es hätten bereits viele Menschen Zeit und Engagement in den Anlass investiert, «das ist natürlich schade». Auch alle Drucksachen und Flyer waren zwar fertig gelayoutet und zum Druck bereit, doch auch hier hatte man Glück und die Sachen waren noch nicht gedruckt. In Absprache mit den andern Kommissionen der Gemeinde, fällte man im Gemeinderat den Entscheid, ein Jahr zu pausieren. Ähnlich geht es den Planern des Jugendfestes.

Martin Widmer vom Ausschuss Gemeindefeste sagt auf Anfrage: «Die Kommission war soweit fertig mit der Organisation.» Schaustellern, Technikern, Gastronomen und Kunstschaffenden musste abgesagt werden. Auch die Schülerinnen und Schüler hätten bereits einen grossen Effort geleistet: «Die Jugendlichen waren noch nicht fertig mit der Umsetzung, doch bis zum Schulstopp im März investierten sie bereits etliche Stunden.» Auch hier halten sich die bereits getätigten Kosten in Grenzen, es gehe um die investierte Zeit, sagt Widmer.

Dieses Jahr verpasst ein Jahrgang «sein» Jugendfest. Im Jahr 2022 sollen dann aber beide Anlässe wieder wie gewohnt gefeiert werden können. Widmer: «Für 2022 planen wir im gleichen Rahmen, wie wir das für 2020 getan haben.»

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