Walterswil

Kredite und Budget waren unbestritten – Sammelstelle sorgte aber für Diskussionen

An der Gemeindeversammlung wurde über die Abfallsammelstelle diskutiert.

Gemeinde Walterswil

An der Gemeindeversammlung wurde über die Abfallsammelstelle diskutiert.

Am Donnerstagabend lud Walterswil zur Gemeindeversammlung ein. Diskutiert wurden etwa Sanierungen und Neuanschaffungen. 25 Stimmberechtigte waren anwesend.

Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm eröffnete die ordentliche Budgetgemeindeversammlung am Donnerstagabend mit der Begrüssung und übergab das Wort kurz darauf der neuen Gemeinderätin Verena Gertsch, die die Nachfolge von Diego Gygax antritt. Sie sei erst im Jahre 1983 in die Region gezogen, fühle sich aber gänzlich zu Hause in Walterswil, erzählte sie und bedankte sich anschliessend für das in sie gesetzte Vertrauen.

Insgesamt 25 Stimmberechtigte entschieden an diesem Abend über das Budget der Gemeinde für das Jahr 2019. Auf der Traktandenliste des Abends standen Kreditanträge für Sanierungen, Neuanschaffungen und ein Antrag bezüglich der Reduktion des Sammelstellenangebots.

Feuerwehr bekommt neue Motorspritze

Die Einwohner stimmten im ersten Antrag über die Anschaffung einer 44'460 Franken teuren neuen Motorspritze für die Feuerwehr ab. Sie sei dringend notwendig, erläuterte Gemeinderat Thomas Schenker.

Die bisherige Zivilschutz-Motorspritze sei aus dem Jahr 1968 und habe bereits zwei Mal ihre eigentliche Lebensdauer von 20 Jahren überschritten. Mit einer neuen hätte man geringeren Personalaufwand und mehr Sicherheit. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Auch angenommen wurde der Kreditantrag über 17'700 Franken für die Sanierung der Stampfigasse, die der Belastung, der sie heutzutage ausgesetzt ist, nicht mehr standhalten könne.

Walterswiler gehen zum Entsorgen nach Oftringen

Der Antrag zur Reduktion des Sammelstellenangebotes auf das schweizerische Pflichtangebot führte zu einer Diskussion, bevor es mit lediglich einer Nein-Stimme doch bei der grossen Mehrheit auf Akzeptanz stiess. Gemeinderätin Carmela Bühler gab sich Mühe, die Situation rund um die Sammelstelle klar aufzuzeigen: Man müsse Sparmassnahmen einleiten, um in Sachen Kehricht und Abfall wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Während einer siebenmonatigen Erhebung wurde festgestellt, dass durchschnittlich lediglich zehn Personen das Sammelstellenangebot nutzten und die grosse Mehrheit des Dorfes ihren Abfall in den umliegenden Entsorgungsstationen, wie etwa in Oftringen, entsorge.

«Alles ist weg!»

Da die Erhöhung von Grund- und Sackgebühren als «Sparmassnahme» nicht infrage käme, wurde der Entscheid gefällt, das Angebot in Walterswil auf Glas, Metalle, Textilien und zweijährliche Sonderabfallsammlungen zu reduzieren.

«Alles ist weg!», sagte ein Stimmberechtigter. Er beklagte sich dabei über die Tatsache, dass es im Dorf weder eine Post noch einen eigenen Laden mehr gäbe und alles auf die umliegenden Gebiete verlagert würde. Sein Anliegen wurde aber kaum unterstützt.

Finanzverwalter Bernhard Hänni fuhr darauf mit der Erfolgsrechnung für das kommende Jahr 2019 weiter. Wesentliche Veränderungen zu den Vorjahren gäbe es lediglich bei der Aus- und Weiterbildung des Feuerwehrpersonals sowie bei der Jugendfeuerwehr, dem Unterhalt der Mehrzweckhalle und beim Finanz- und Leistungsausgleich.

Direkt im Anschluss übernahm wieder Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm das Wort und bedankte sich mit Festtages- und Neujahrswünschen bei den Einwohnern für ihr Erscheinen.

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