Stüsslingen

Kredit über 300 000 Franken: Ortsplanung kann revidiert werden

In Stüsslingen wird die Ortsplanung revidiert.

In Stüsslingen wird die Ortsplanung revidiert.

An der Gemeindeversammlung in Stüsslingen wurde die positive Rechnung 2016 verabschiedet und ein Kreditbegehren über 300 000 Franken für die Revision der Ortsplanung gutgeheissen.

Ein Kredit über 300 000 Franken ist keine kleine Sache für eine 1000-Seelen-Gemeinde wie Stüsslingen. Ein Kreditbegehren in dieser Höhe für die Ortsplanrevision hat die Gemeindeversammlung am Montag genehmigt. Gemeinderat Kilian Gerber, verantwortlich für das Ressort Bau, stellte der Versammlung das Geschäft vor. Die Ortsplanung sollte in der Regel alle zehn Jahre aktualisiert werden. Da die heute gültige aus dem Jahr 2000 stammt, ist es an der Zeit, sie zu überarbeiten. «Wir sind aber bei weitem nicht die einzigen, die diese Revision noch nicht gemacht haben», sagt Gerber. Ein erster Schritt, das räumliche Leitbild, ist bereits genehmigt. Weiter gilt es nun, Nutzungspläne, Baureglement und Zonenreglement zu revidieren.

Auch der Kredit für die Neubestuhlung der Mehrzweckhalle über 90 000 Franken wurde angenommen.

292 000 Franken über Budget

Die Jahresrechnung 2016 schloss mit einem Ertragsüberschuss von rund 108 000 Franken, bei einem budgetierten Defizit von über 184 000 Franken. Finanzverwalter Matthias Deppeler erklärte detailliert, wie diese grosse Abweichung von rund 292 000 Franken zustande kam. Einerseits konnten geplante Investitionen, speziell der Reservoirbau, noch nicht getätigt werden. Andererseits ist bei der Bildung sehr viel weniger ausgegeben worden. Dieser Posten schloss 247 000 Franken unter Budget ab. Durch die Auflösung von Rückstellungen konnte die Rechnung weiter aufgebessert werden. Die Erträge aus den Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallbeseitigung fliessen in das jeweilige Eigenkapital.

Stüsslingen weist heute ein Pro-Kopf-Vermögen von 98 Franken aus. Gemäss Deppeler wird sich das ändern, sobald das geplante Reservoir gebaut werden kann. Dieses gab zum Schluss der Versammlung noch zu reden, weil es bereits im Niederämter Anzeiger publiziert, aber noch nicht ausgesteckt war.

Neue Lehrstelle geschaffen

Weil kein geeignetes Personal für die Rechnungsprüfungskommission gefunden wurde, muss eine externe Stelle damit beauftragt werden. Damits dies möglich ist, musste allerdings zuerst die Gemeindeordnung geändert werden. Gleichzeitig stand auch eine Erhöhung der Finanzkompetenz von Gemeinderat und Gemeindepräsident zur Diskussion. Dies wurde laut Gemeindepräsident Marco Wyss nötig, weil die Gemeinde auf über 1000 Einwohner gewachsen ist und so in Zukunft grösserer Handlungsspielraum nötig wird. Beide Anträge wurden angenommen.

Auch die Dienst- und Gehaltsordnung musste angepasst werden. Gleichzeitig beschloss die Gemeindeversammlung die Schaffung einer KV-Lehrstelle auf August 2018 und einer 20-Prozent-Stelle für den Brunnenmeister. Das Pensum in der Verwaltung wurde um 30 Prozent erhöht. (mal)

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