Obergösgen
Kiste vergraben und damit den Grundstein für Überbauung «Steinengasse» gelegt

Am Dienstag erfolgte in Obergösgen der offizielle Auftakt zum Grossprojekt Überbauung «Steinengasse», das Wohnraum für 200 bis 300 Menschen bieten soll.

Lena Bueche
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Grundsteinlegung Überbauung Steinengasse Obergösgen
10 Bilder
Einen Überblick über die Überbauung.
Der Kreisel in Obergösgen und im Hintergrund die Überbauung.
Die Kiste enthält Broschüren und Plänen der Überbauung sowie der Gemeinde Obergösgen.
Weitere Impressionen vom Auftakt zum Grossprojekt.

Grundsteinlegung Überbauung Steinengasse Obergösgen

Bruno Kissling

Von grüner Wiese keine Spur mehr: Der Aushub für die eine Hälfte der Überbauung «Steinengasse» ist bereits erfolgt, erste Bodenplatten und Kellerwände wurden betoniert. Deshalb kam es am Dienstagnachmittag nicht zum üblichen Spatenstich, sondern zum Einsatz der Schaufel. Mit ihr schütteten Vertreter von Bauherrschaft und Gemeinde eine Grube zu, die eine Kiste mit Broschüren und Plänen der Überbauung sowie der Gemeinde Obergösgen enthält – ein gefüllter Grundstein quasi.

Chronologie

- Februar 2016 Vorprüfung der Nutzungsplanung «Steinengasse» durch das kantonale Amt für Raumplanung.

- Juni bis Juli 2016 Erste öffentliche Planauflage. 18 Einsprachen gehen ein.

- August bis September 2016 Wegen eines Formfehlers erfolgt eine zweite öffentliche Planauflage. Vier weitere Einsprachen gehen ein.

- 1. Dezember 2016 Der Gemeinderat heisst einzelne Einsprachen gut und ergänzt die Sonderbauvorschriften. Die übrigen Einsprachen werden abgewiesen und die Nutzungspläne abgesegnet.

- Dezember 2016 Sechs Einsprecher erheben beim Regierungsrat Beschwerde gegen den Entscheid des Gemeinderats.

- 4. Juli 2017 Der Regierungsrat weist die Beschwerden ab und genehmigt den Nutzungsplan.

- Juli 2017 Zwei der Beschwerdeführer gehen vor das Solothurner Verwaltungsgericht und verlangen die Aufhebung des Regierungsratsbeschlusses.

- Januar 2018 Das Gericht weist in seinem Urteil die Beschwerden ab. Die Beschwerdeführer verzichten auf den Gang vors Bundesgericht.

- April 2018 Die Bauausschreibung erfolgt. Es gehen keine Einsprachen ein.

Die Verantwortung für das Bauprojekt teilen sich das Trimbacher Generalbau-Unternehmen Ruwa AG und die Oase Holding AG, die auf den Bau und den Betrieb von Seniorenresidenzen spezialisiert ist.

130 Wohnungen geplant

Das nördlich vom Dorfkern gelegene, rund zwei Hektaren umfassende Areal «Steinengasse» wurde in einen östlichen und einen westlichen Bereich aufgeteilt. Auf der östlichen Baufläche amtet die Oase Holding AG als Bauherrin. Sie plant, eine Seniorenresidenz mit 20 Pflegeplätzen und fünf Mehrfamilienhäuser zu erbauen. Darin werden 40 Alterswohnungen eingerichtet. 30 weitere Wohnungen gehen an Familien und andere Mieter – damit soll eine generationenübergreifende Durchmischung erzielt werden. Die Seniorenresidenz und die Mietwohnungen werden ab Sommer 2020 bezugsbereit sein.

Die Ruwa AG ihrerseits verantwortet den Bau auf der westlichen Baufläche. Hier werden insgesamt acht Mehrfamilienhäuser erstellt mit 12 Eigentums- und 48 Mietwohnungen. Der Bezug der ersten Wohnungen soll bereits ab Juli 2019 erfolgen. Der Abschluss der letzten Bauetappe wird im Frühling 2020 sein.

Umstrittenes Bauprojekt

Dem Projekt vorangegangen war ein längerer Planungsprozess. Die Nutzungsplanung «Steinengasse», die nebst dem Gestaltungs- und Erschliessungsplan auch Änderungen des Teilzonenplans und des Zonenreglements umfasst, stiess auf Widerstand (siehe Chronologie rechts). Die Behandlung der Einsprachen und Beschwerden verzögerten den Start des Projektes.

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