Nach über einer Woche unterwegs ist das Luxuskreuzfahrtschiff der Theatergruppe Stüsslingen nach sechs Aufführungen wieder im Hafen eingelaufen. Letztes Wochenende fand die Derniere der diesjährigen Aufführung mit dem Namen «Uf Bali und zrugg» der Theatergruppe unter der Regie von Brigitte Wyss statt. Das Thema war eine chaotische Reise mit einem Kreuzfahrtschiff nach Bali und wieder zurück, auf der alles Mögliche schiefging. Nach dem Ende der Saison zeigt sich Präsident Adrian Strähl zufrieden über die Aufführungen.

Die Rückmeldungen der Leute seien überwiegend positiv gewesen, bilanziert Strähl. «Es waren zwar nicht alle vom Stück selbst überzeugt, aber von der Leistung der Schauspieler waren sie hell begeistert», erzählt er. Er selbst spielte im Stück den unzuverlässigen Schiffskapitän. Was die Zuschauerzahlen betrifft, bemerkte Strähl, dass eine gewisse Anlaufzeit nötig war: Im Verlauf der sechs Aufführungen füllte sich die Halle gegen Schluss besser.

Bei beiden Samstagsaufführungen waren alle 300 Plätze ausverkauft. An den Aufführungen am Mittwoch- und Freitagabend habe es jeweils vereinzelt freie Plätze gehabt. Schlechter gelaufen als auch schon sei der Sonntag. Die Aufführung am Sonntagnachmittag sollten vor allem Familien mit Kindern ansprechen. Dieses Jahr blieb die Mehrzweckhalle in Stüsslingen am Sonntagnachmittag jedoch halb leer. «Das hängt jeweils auch vom Wetter ab», erklärt Strähl. Den schönen Herbstsonntag verbrachten viele Familien halt lieber draussen.

«Die Leute wollen lachen»

Insgesamt hätten rund 1350 bis 1400 Personen die Vorstellung gesehen. Damit ist die Theatergruppe zufrieden. Zwar waren es etwas weniger als in den letzten zwei Jahren, «mit Schwankungen müssen wir aber rechnen», so Strähl. An den Besucherrekord von vor 3 Jahren mit dem Stück «Cäsar und die Beautyfarm» kamen sie nicht heran, jedoch sei dieses Jahr durchaus im Schnitt der letzten fünf Jahre, was die Besucherzahlen angeht. Diejenigen, die kamen, belohnten die rund 30 Mitglieder der Theatergruppe mit kräftigem Applaus für ihre Arbeit.

Lange ruht sich die Theatergruppe nun aber nicht aus: Mitte November machen sich die Stückwahlkommission und der Vorstand bereits wieder an die Arbeit, um ein neues Stück und begeisterte Schauspieler zu finden. Im Februar 2019 legt sich die Theatergruppe dann auf ein Stück fest und verteilt die Rollen. Anschliessend beginnen die Proben und nächsten Oktober kommt das neue Stück zur Aufführung. Inhaltlich ist die Richtung noch offen. Dem Genre des Lustspiels bleibt die Theatergruppe aber weiterhin treu. «Die Leute wollen bei uns etwas zum Lachen haben und nicht über Trauriges nachdenken müssen», erklärt Strähl.