Der ehemalige Arbeitgeber, der Lostorfer Gemeindepräsident und Schulleiter Thomas Müller kann nur den Kopf schütteln: «Ihn wieder einzustellen ist völlig ausgeschlossen.»

Die Rede ist von S.E., der wegen Verdachts auf Kinderpornografie und Kindermissbrauch für zwei Monate in Untersuchungshaft sass. Am Freitag kam er frei.


Ob der mutmassliche Täter überhaupt wieder unterrichten wird, ist offen. Obwohl noch kein strafrechtliches Urteil gefällt wurde, haben die Solothurner Behörden bereits ein separates Verwaltungsverfahren eröffnet, um dem Verdächtigen die Berufsausübungsbewilligung zu entziehen. «Wir konnten die Akten schon einsehen. Daraus ergaben sich die Hinweise, dass die persönliche Eignung dieser Person für eine weitere Ausübung des Lehrberufes fehlt. Sie sind so erdrückend, dass wir entschieden haben, nicht abzuwarten», so Adriano Vella, Departementsekretär des Departements für Bildung und Kultur. Der Verdächtige erhalte natürlich die Gelegenheit, Stellung zu nehmen, und könne den Entscheid anfechten.

Verliert er die Berufsausübungsbewilligung, wird er auf der schwarzen Lis te der Erziehungsdirektionskonferenz aufgeführt und könnte dann in der ganzen Schweiz nicht mehr unterrichten. (do)