Die Nagra hatte die Aufgabe, aus sechs möglichen Standortgebieten für geologische Tiefenlager mindestens zwei Standorte pro Lagertyp (schwach- und mittelradioaktive Abfälle sowie hochradioaktive Abfälle) für vertiefte Untersuchungen vorzuschlagen.

Sie kommt in ihren Abklärungen zum Schluss, dass alle Standortgebiete die geologischen und sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllen. Die beiden Standortgebiete Jura Ost und Zürich Nordost weisen jedoch die günstigsten Bedingungen auf. Sie werden von der Nagra nun für die Etappe 3 vorgeschlagen und mit 3D-Seismik und Sondier-bohrungen vertieft untersucht.

«Der Kanton wird die Analysen und Resultate der Nagra im Detail prüfen und Stellung zu den Unterlagen nehmen», heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei. Auch der Bund wird beurteilen, ob die Wahl der Standorte aus sicherheitstechnischer Sicht gerechtfertigt ist und die nicht vorgeschlagenen Standorte (Jura-Südfuss, Nördlich Lägern, Südranden und Wellenberg) eindeutige Nachteile aufweisen.

Basierend auf dieser Überprüfung sowie der Stellungnahmen der Kantone und Standortregionen wird das Bundesamt für Energie eine Gesamtbeurteilung der Vorschläge vornehmen. (mgt)