Aareraum Niederamt

Kampagne für Ordnung an der Aare geht weiter

Die erfolgreichen «Öisi Aare»-Plakate vom letzten Jahr stehen wieder zum Einsatz im Aareraum bereit, dazu werden noch neue Sujets kommen.

Die erfolgreichen «Öisi Aare»-Plakate vom letzten Jahr stehen wieder zum Einsatz im Aareraum bereit, dazu werden noch neue Sujets kommen.

Das Projekt «Öisi Aare» wird im Sommer mit neuen Plakaten aufwarten und die Abfallbewirtschaftung optimieren. Ein gemeinsames Camping-Reglement bleibt für Winznau und Obergösgen ein Thema.

Die von der Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt eingesetzte Projektgruppe «Öisi Aare» im Aareraum Niederamt zieht eine positive Bilanz bezüglich Littering-Konzept und Parking-Regime: Die 2016 eingeleiteten Massnahmen haben gegriffen.

Die Informationsplakate, die im letzten Sommer im Aareraum aufgestellt wurden, haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Laut Winznaus Gemeindepräsident Daniel Gubler, Präsident der Projektgruppe «Öisi Aare», haben sie «viel Beachtung bei der Bevölkerung gefunden».

Die Plakate sowie die an neuralgischen Stellen aufgestellten Abfalltonnen hatten zur Folge, dass sich die Einsatzstunden der Polizei von rund 100 im Jahr 2015 auf null (!) im vergangenen Jahr reduziert haben.

Auch Bernard Staub, Chef des kantonalen Amts für Raumplanung, zeigte sich «sehr positiv überrascht» ob der durchschlagenden Wirkung der eingeleiteten Massnahmen und empfahl, am Ball zu bleiben: «Es ist in der Bevölkerung ein grosses Interesse vorhanden.»

Camping-Reglement

Für ein gemeinsames Camping-Reglement herrschen in den einzelnen Gemeinden unterschiedliche Bedürfnisse. Trotz der Rückweisung des Reglementsentwurfs in den Gemeinderäten von Däniken, Dulliken, Erlinsbach SO, Gretzenbach, Niedergösgen und Schönenwerd (wir berichteten) ist das Camping-Reglement nicht vom Tisch.

In Winznau, wo es bei der Öffnung des Stauwehrs zu unberechenbaren Hochwasser-Situationen auch bei Sonnenschein kommen kann, ist die Gefahr für Campierende gross. In Obergösgen wird das Phänomen im kommenden Sommer wegen der Neugestaltung des Aareraums im Zuge der Hochwasserschutzmassnahmen unterhalb des Restaurants Fähre aktuell werden.

Das Reglement bleibt darum vorerst für Winznau und Obergösgen ein Thema, allenfalls in einer abgespeckten Version. Diese beiden Gemeinderäte werden das Reglement weiter behandeln mit dem Ziel, es möglichst noch in diesem Sommer vor die Gemeindeversammlungen bringen und in Kraft setzen zu können.

«Betroffen ist lediglich ein definierter Perimeter im Aareraum und nicht die ganze Gemeinde», präzisiert Daniel Gubler. Die Polizei benötige ein greifbares Instrument, um bei Bedarf einschreiten zu können. Dies kann sie derzeit nur bei Lärmbelästigungen und Littering-Vergehen, aber nicht bei «wildem» Campieren.

Neue Plakataktion geplant

Die Projektgruppe hat aufgrund des grossen Erfolgs beschlossen, die Sensibilisierungs-Kampagne mit Plakaten auch im laufenden Jahr fortzuführen. Zudem möchte sie mit neuen Sujets aufwarten, welche auch sogenannte «positive Eyecatcher» beinhalten.

Einen weiteren Fokus richtet die Projektgruppe in diesem Jahr auf die Verbesserung des Abfallkonzepts. In enger Zusammenarbeit mit den Werkhof-Mitarbeitern der Anrainer-Gemeinden wird die Kooperation mit der Sozialinstitution Oltech weiter optimiert.

Die Oltech hat die Gemeinden letzten Sommer bei der Beseitigung von herumliegendem Abfall am Wegesrand und an exponierten Stellen unterstützt. Diese Mitarbeit ist eine willkommene Unterstützung und wurde sowohl von den Werkhof-Mitarbeitenden als auch von den Spaziergängern sehr positiv aufgenommen.

Gleichzeitig ergibt sich für die Gemeindepräsidenten, welche die Massnahmen über die Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt koordinieren, ein positiver «Pay back»-Effekt, da sich die Gemeinden am Betrieb der vom Regionalverein getragenen Firma Oltech beteiligen.

Finanzierung für 2017 gesichert

Nach den positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahr hat die Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt einstimmig beschlossen, das Projekt Öisi Aare auch 2017 nochmals zu unterstützen. Über das weitere Vorgehen wird zum Start der Saison informiert. (mgt/cva)

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