Däniken

Industriegebiet Lören soll nicht an irgendwen verkauft werden

24000 Quadratmeter, verteilt auf fünf Parzellen, umfasst das Industriegebiet Lören. Bald fahren die ersten Bagger auf.

24000 Quadratmeter, verteilt auf fünf Parzellen, umfasst das Industriegebiet Lören. Bald fahren die ersten Bagger auf.

Der Regierungsrat genehmigt den Erschliessungsplan für das Industriegebiet Lören in Däniken – was geschieht jetzt mit dieser Landfläche?

Nun ist er also da, der positive Bescheid über den Erschliessungsplan für das Industriegebiet Lören. Dies bestätigt Barbara Röthlisberger vom Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn. Gebaut werden soll eine Erschliessungsstrasse. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von total 24 000 Quadratmetern und besteht aus fünf verschiedenen Parzellen. Eine davon ist bereits verbaut: Dort steht die TopCoat GmbH, welche Oberflächenveredlungen herstellt.

Bereits seit längerer Zeit ist ausserdem bekannt, dass die Zuger Immobilienfirma Beliani GmbH von Baar in die Niederämter Gemeinde umziehen will (wir berichteten). Das Unternehmen hat denn auch eine der total fünf Parzellen gekauft. Für diese Firma ist auch die eingangs erwähnte Erschliessungsstrasse notwendig. Mit dieser Strasse werden auch zwei weitere der fünf Grundstücke erschlossen. Bevor der Regierungsrat diesen Bau allerdings genehmigen konnte, musste noch eine weitere Hürde übersprungen werden. Innerhalb der öffentlichen Auflagefrist ging eine Einsprache ein. Der Däniker Gemeindepräsident Gery Meier erläutert die Details: «Die Einsprache wurde vom Inhaber der angrenzenden Landwirtschaftsfläche erhoben. Er wollte keine Beeinträchtigung seines Landes.» Diesem berechtigten Wunsch kann entsprochen werden, indem auf das Trottoir verzichtet und die Breite der Strasse verringert wird. «Da nun der Beschluss vorliegt, kann demnächst gebaut werden», weiss Meier.

Landreservationen möglich

Der nächste Schritt ist also die Erschliessung des Industriegebiets. Dann kann mit dem Bau der Beliani GmbH begonnen werden. Das definitive Baugesuch soll demnächst bei der Däniker Baukommission eingereicht werden. Verbleiben noch drei weitere Parzellen. Eine davon hat die Zuger Immobilienfirma bereits vorreserviert. Sollten die Geschäfte gut laufen, möchte sich das Unternehmen auf der zusätzlichen Parzelle erweitern. Gery Meier: «In unserer Gemeinde ist es möglich, Industrieflächen zu reservieren. Wenn dann jedoch ein anderer Interessent auftaucht, wird die erste Firma kontaktiert und angefragt, ob das Interesse nach wie vor vorhanden ist.» Bereits im Jahr 2014 hätte die Firma VNS Immo AG mit dem Bau einer Lagerhalle neben der TopCoat GmbH anfangen wollen. Die Firma besteht aus drei Unternehmern, jeder von ihnen trägt einen Buchstaben zum Firmennamen bei, die sich zusammengeschlossen haben. Federführend beim Bau der Lagerhalle ist die Däniker Spenglerei Roger Voney GmbH. «Aus privaten Gründen musste der Bau hinausgeschoben werden», erklärt Christina Voney und fügt sogleich hinzu, dass bereits nächste Woche mit dem Bau begonnen wird. Wenn das Wetter mitspielt, solle die Bauphase ein halbes Jahr dauern. Die Lagerhalle soll aus drei Abschnitten bestehen und nach Fertigstellung vermietet werden. «Wir haben bereits Gespräche mit Interessenten geführt», ergänzt Voney. «Aber definitiv ist noch nichts.»

Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Für die letzte Parzelle seien keine konkreten Pläne vorhanden. «Interessenten gäbe es genug. Aber wir wollen das Land nicht irgendwem verkaufen», erklärt Meier. Der Gemeinderat will sichergestellt haben, dass eine gewisse Wertschöpfung vorhanden ist und dass neue Arbeitsplätze generiert werden. «Wir möchten nicht, dass das Land gekauft wird, damit jemand einfach sein Geld gut anlegen kann, da Bauland allgemein weiter an Wert zulegen wird.» Damit dies nicht geschieht, müssen die Firmen innerhalb einer gewissen Zeit, im Normalfall innerhalb zweier Jahre, ihr Gebäude hochziehen. Wenn dem nicht so ist, kann die Gemeinde das Land zu gleichen Bedingungen zurückkaufen. Sicher ist sicher.

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