Die Spielregeln und die Aufstellung erinnern an Volleyball. Anstelle eines Balls fliegt allerdings ein gelbes Pad mit roten Federn durch die Luft, das von den jeweils fünf Teammitgliedern einhändig gespielt wird. 25 Punkte braucht es für einen Satzsieg, nach zwei Satzsiegen ist die Runde gewonnen.

«Es ist ein sehr schnelles Spiel, sehr agil», findet Marlies Vogt, die seit Beginn der Indiaca-Gruppe von Starrkirch-Wil im Jahr 2004 dabei ist. «Man muss konzentriert sein.» In den Anfangsjahren war die Indiaca-Gruppe noch an den Turnverein angegliedert, seit 2008 besteht der selbstständige Verein. Derzeit zählt er 24 Aktivmitglieder.

Acht Teams für Turnier angemeldet

Eine Zahl, die höher sein dürfte, wie die Co-Präsidenten Isabelle Hachen und Kurt Aeberhard finden. Deshalb veranstalten sie am kommenden Samstag, 13. April, ihr erstes Plauschturnier in der Turnhalle Jurablick in Starrkirch-Wil.

Zuerst sah es nach wenig Anmeldungen aus, wie Hachen erzählt. Mittlerweile haben sich acht Teams angemeldet, was laut der Co-Präsidentin eine gute Zahl ist. «Bei mehr Teams wären die Pausen zwischen den Spielen sehr lange geworden», erklärt Hachen, die zu den Mitgründern der Indiaca-Gruppe gehört. Als Abschluss des Tages ist ein Pasta-Plausch geplant.

Sport ist nicht weit bekannt

«Das Ziel ist, dass wir durch das Turnier etwa drei bis vier Mitglieder neu gewinnen», erklärt Hachen, die selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielt. Im Kanton Solothurn gibt es zwar mehrere Vereine, die sich dem Indiaca-Spiel widmen. Weit bekannt ist der Sport allerdings nicht. «Auf den ersten Blick sieht es vielleicht etwas langweilig aus, aber beim Spielen packt es einen», erzählt Hachen.

Am Plauschturnier wird deshalb viel Wert daraufgelegt, dass auch Leute dabei sind, die noch nie vorher gespielt haben: Maximal zwei Spieler pro Team dürfen eine Lizenz für die Meisterschaft haben, was auf alle Mitglieder in der Gruppe in Starrkirch-Wil zutrifft. Die anderen Teammitglieder sind aus dem Bekanntenkreis und den Familien der Mitglieder hinzugestossen. Hinzu kommt je ein Team aus Rothrist (AG) und Endingen (AG).

«Ich mag die Herausforderung»

Der Zeitpunkt für ein Plauschturnier kommt im Jahresverlauf gelegen: Die Wettkampfsaison, die von Oktober bis März dauert, liegt hinter den Spielern. Die Indiaca-Gruppe startete in fünf Mannschaften: Bei den Damen in der Liga A und B sowie in der Alterskategorie 40 plus und bei den Mixed-Gruppen in der Kategorie 40 plus und der Kategorie ohne Altersbeschränkung.

Mit dabei war auch Luzia Grieder, die in zwei Mannschaften an den kantonalen Meisterschaften spielte. «Ich mag die Herausforderung bei den Meisterschaften», erzählt die Starrkirch-Wilerin. Das Training geht trotz Saisonende aber weiter: Jeweils am Mittwochabend und einmal pro Monat am Samstagmorgen feilen die Vereinsmitglieder unter der Leitung von Trainer Reto Itin an ihrer Technik.

Nachwuchs gesucht

Das Training muss aber nicht nur Arbeit sein, sondern darf auch Spass machen: «Wir haben es oft lustig und ein gutes Vereinsleben», findet Rolf Zimmerli aus Starrkirch-Wil. «Es ist schön, dass jedes Alter vertreten ist.» Tatsächlich sind im Verein Leute jedes Alters dabei. Die Mehrheit ist allerdings über 40 Jahre alt.

Ebenfalls ein Grund, sich nach Nachwuchs umzuschauen. Jung und motiviert sind Hachens Töchter Tami und Debby Nyffeler. «Mir gefällt, dass Indiaca ein Mannschaftssport und sehr abwechslungsreich ist», erzählt Debby Nyffeler. Ganz frisch mit dabei ist die 17-jährige Lea Jäggi, die bis vor einem Jahr Volleyball spielte. «Ich bin über mein Gotti zum Indiaca gekommen», erzählt sie. Ihr Gotti Cornelia Lee ist ebenfalls Mitglied im familiären Verein.