Zu diesem Anlass fand am Dienstag ein offizieller Medienapéro statt. Die neue Filialleiterin Ermina Padalovic begrüsste mit ihren neun Mitarbeitern unter anderen einige Medienschaffende, den Gemeinderat mit dem Gemeindepräsidenten Peter Hodel. Noch etwas schüchtern erzählte Emina Jahovic: «Wir freuen uns riesig über die Eröffnung. Viele liebe Leute haben uns beim Aufbau geholfen, worüber ich sehr glücklich bin.» Sie erwarte genug Kunden morgen, weil viel für die Eröffnung geworben wurde und sich keine Otto’s-Filiale in unmittelbarer Nähe befindet.

Auf Erkundungstour

Die rund 50 Besucher wurden um 11 Uhr vor dem Eingang der Filiale an der Gösgerstrasse 9 von einem der Ineichen- Söhne begrüsst und hineingebeten. Die Brüder Mark und Rolf Ineichen stehen heute hinter dem Namen und Erfolg von Otto’s. Das zehnköpfige Verkaufsteam begrüsste die Besucher im Inneren der Filiale und lud ein zu einem Rundgang, um das Verkaufssortiment in Augenschein zu nehmen.

Danach informierte CEO Mark Ineichen die Versammelten über die neue Filiale. Es sei nur ein Jahr her, dass er mit diesem Standort für einen neuen Laden geliebäugelt hätte. «Ich sagte mir, das Lokal ist idealerweise direkt an der Strasse platziert, aber es wird trotzdem nicht funktionieren», erinnert sich Mark Ineichen zurück. Aus irgendeinem Grund entschied er sich trotzdem für eine Neueröffnung an diesem Standort. Demnach tritt er wohl in die Fussstapfen seiner Eltern. Denn Otto und Hilde Ineichen hätten mit viel Mut, Risiko und einer visionären Geschäftsidee Otto’s damals zu einem einzigartigen Unternehmen in der Schweizer Landschaft aufgebaut, welches seit über dreissig Jahren Erfolge feiert. Ausserdem habe sich das Unternehmen zu einem Kundenmagnet für Schnäppchenjäger entwickelt.

Den Chinesen weggeschnappt

«Dies ist ein historischer Ort, an dem ich Sie heute begrüssen darf», so Mark Ineichen. Denn wer aus der Region ist, weiss, was sich alles in den letzten Jahren bei Bally getan hat. «Vor einem Jahr standen chinesische Geschäftsleute schon bereit und wollten den Standort übernehmen», witzelt Mark Ineichen. Es könnte daran liegen, dass er trotz Bedenken die Schönenwerder Filiale aufgebaut hat, um die Konkurrenz loszuwerden.

Sortiment kennt keiner genau

«Etwa 50 000 Artikel werden in der Filiale angeboten. Mir persönlich sind nicht alle Artikel bekannt, da es so viele sind», so Mark Ineichen. Verglichen mit Warensortimenten anderer Verkaufsketten sei dies eine enorme Zahl. «In dieser Filiale werden vorwiegend harte Waren angeboten werden», sagt er. In der Fachsprache bedeutet dies, die traditionellen Warengruppen der Eisenwaren, Werkzeuge, Beschläge, Befestigungsartikel, Sicherungstechnik, Heimwerkerbedarf, Elektrokleingeräte, Sanitärartikel, Arbeitsschutz und Gartengeräte sowie den Hausrat, mit Glas, Porzellan, Schneidwaren, Einbauküchen, Haushaltsgrossgeräte.

Danach begrüsste er den Gemeinderat ganz herzlich und bedankte sich für die Baubewilligungen. «Wir haben uns an fast alle Vorgaben gehalten», scherzt er. Es sei so Brauch, dass die Otto’s-Filialen den Gemeinden, die sie bei sich eröffnen lassen, einen Check im Wert von 2000 Franken als Dankeschön übergeben. «Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass der Gemeinderat beim Medienevent auftaucht und dass das Geld für einen gemeinnützigen Zweck eingesetzt wird», betont Mark Ineichen.

Ein gesunder Konkurrenzkampf

Gemeindepräsident Peter Hodel nahm den Check dankbar entgegen und beteuerte, das Geld nicht für die nächste Gemeinderatsreise auszugeben. «Ich hoffe, dieser historische Boden wird ein guter Erdboden für neue Geschäfte sein, begann Hodel seine Rede. Die Filiale wird den täglichen Bedarf der Einwohner von Schönenwerd noch besser abdecken. «Es ist sehr wichtig, dass die Schönenwerder unkompliziert an ihre Produkte kommen. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als dies noch nicht so selbstverständlich war», so Hodel weiter. Abschliessend wurde von den Mitarbeitern ein üppiges Buffet serviert und die Gäste konnten sich dabei noch weiter untereinander austauschen oder noch offene Fragen stellen.