Fasnacht gerettet

In Obergösgen lodert das Fasnachtsfeuer auf

Das neue Fako 1973 Obergösgen (hinten, von links): Joel Eng, Urs Widmer, Präsident Bruno Eng, Mischa Bitterli und Rémy Lang; vorne: Nadine Summer und Bruno Russo. Für das Fasnachtsfeuer aus den eingesammelten Weihnachtsbäumen sorgt in Obergösgen jeweils die Gruppe Die Glorreichen Sieben.

Das neue Fako 1973 Obergösgen (hinten, von links): Joel Eng, Urs Widmer, Präsident Bruno Eng, Mischa Bitterli und Rémy Lang; vorne: Nadine Summer und Bruno Russo. Für das Fasnachtsfeuer aus den eingesammelten Weihnachtsbäumen sorgt in Obergösgen jeweils die Gruppe Die Glorreichen Sieben.

Während in manchen Niederämter Dörfern das Fasnachtsfeuer am Erlöschen ist, facht in Obergösgen ein frischer Wind die Glut an. Das Fasnachtskomitee ist erstmals als eigener Verein am Werk.

In manchen Niederämter Dörfern ist das Fasnachtsfeuer am Erlöschen. Nicht so in Obergösgen: Hier facht frischer Wind die Glut an, seit sich am 11.11.2015 das Fasnachtskomitee aus dem Turnverein herausgelöst und sich als Verein Fako 1973 Obergösgen konstituiert hat. Präsident ist Bruno Eng, dessen Frau Carla zuvor 22 Jahre lang im Fako am Karren gezogen hatte. 

Dabei stand die Fasnacht auch in Obergösgen eine Zeitlang auf der Kippe. 1973 war das Fasnachtskomitee unter dem Kürzel Damutu als Gemeinschaftswerk von Damenturnverein, Musikgesellschaft und Turnverein entstanden. Nach dem Ausscheiden der Musikanten und der Turner-Fusion blieb allein der Turnverein als Träger. Doch auch dort war die Organisation der Fasnacht als Vereinsaufgabe umstritten. So kam es an der letzten GV des Turnvereins zum Beschluss, die Fasnacht «outzusourcen».

«Wir wollen, dass die Fasnacht nicht stirbt», sagen Präsident Bruno Eng und seine sechs Kollegen Mischa Bitterli, Joel Eng, Rémy Lang, Bruno Russo, Nadine Summer und Urs Widmer. «Es ist eine Herausforderung, wenn in den Dörfern rundum kaum mehr jemand etwas macht.»

Bruno Russo ergänzt: «Für die Kinder ist es schön, mit dieser Tradition aufzuwachsen. Sonst fehlt etwas.» Das Echo aus dem Dorf sei positiv: «Wir spüren, dass viele Obergösger hinter uns stehen. Mehrere haben uns Gönnerbeiträge zugesichert», sagt Bruno Eng. Etliche würden sich nach der Lösung aus dem Turnverein als Helfer zur Verfügung stellen. Der Gemeinderat sei erfreut über die Gründung und unterstütze den Verein.

Das Fako hat Glück: Dieses Jahr fällt die Chesslete nicht in die Sportferien, darum ist die Teilnahme für die Schulkinder obligatorisch. Bruno Eng erwartet mindestens 150 Personen zum lauten Fasnachtsauftakt am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags. Mit den Einnahmen aus den Anlässen wie dem Maskenball am Freitagabend möchte das Fako die Grundlage legen, dass es in Obergösgen auch 2017 eine Fasnacht gibt. Doch, doch: Im Herzen des Niederamts lodert das Fasnachtsfeuer.

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