Severin Sägesser sicherte sich am Wochenende seinen ersten Podestplatz an einem Radquer-Event des Weltrad-Sportverbandes UCI. Der 24-jährige Niedergösger fuhr im Rennen in Madiswil BE auf den dritten Platz. Am Ursprung von Sägessers bester Klassierung an einem internationalen Radquer-Rennen stand seine offensive Fahrweise. «Severin fährt schon die ganze Saison stark. Mir gefällt vor allem, dass er sich nie versteckt und immer auf Angriff fährt», sagt Bruno Diethelm. Der Trainer der Schweizer Mountainbike- und Radquer-Nationalmannschaft betreut Sägesser bereits seit 2008.

«Ich bin mit meiner Leistung natürlich sehr zufrieden», kommentierte Severin Sägesser seinen dritten Platz von Madiswil. «Am Anfang sind mir allerdings einige Fahrfehler unterlaufen.» Sägesser nahm in der Abfahrt auf der ersten Runde zu viel Risiko und musste zu Boden. «Dadurch habe ich einige Plätze verloren. Mit einer Aufholjagd konnte ich aber schnell wieder zur Spitzengruppe aufschliessen.» Im weiteren Verlauf des Rennens habe vor allem die Zusammenarbeit mit dem späteren Zweiten Marcel Wildhaber sehr gut funktioniert. Gewonnen wurde das Rennen vom Deutschen Sascha Weber, der seine beiden Verfolger rund anderthalb Runden vor Schluss entscheidend distanzierte.

Im Dezember 2014 wurde Severin Sägesser Vierter in Eschenbach. Vor etwas mehr als einer Woche schrammte er beim Rennen in Pfaffnau ebenfalls knapp am Podest vorbei. Dies waren bisher Sägessers beste Resultate als Elitefahrer. «Ich habe während des Trainingslagers im Oktober mit der Nationalmannschaft sehr viel gelernt und bin körperlich in einer sehr guten Verfassung», begründet der Niedergösger seine Leistungssteigerung in den letzten Wochen. An der Europameisterschaft in Frankreich vor rund zwei Wochen war Sägesser als 17. der zweitbeste Schweizer.

An den nächsten zwei Wochenenden stehen für den 24-Jährigen die stark besetzten Weltcup-Rennen in Koksijde (Belgien) und Zeven (Deutschland) an. «Ich hoffe, dass ich in die Top 25 fahren kann», blickt Sägesser voraus. Er werde sich wiederum auf die grosse Unterstützung seines Teams verlassen können. Sein Vater Hansjörg übernimmt an den Rennen jeweils die Rolle des Mechanikers, Mutter Christa und die jüngere Schwester Sabrina gehören ebenfalls zum Betreuerteam. Die Sägesser-Equipe ist also ein richtiges Familienunternehmen.