Die reformierte Kirche Däniken wird behindertengerecht: Die Budget-Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Niederamt hat den Anbau eines Aufzugs und den Einbau eines Behinderten-WC bewilligt.

Verwalterin Susanna Simmen erläuterte die einzelnen Positionen des Voranschlags 2016, der einen Aufwandüberschuss von 47 677 Franken aufweist. Die Bausteuer von einem Prozent, die für eine Dauer von vier Jahren eingeführt wurde, fällt Ende 2015 weg.

So werden die Steuereinnahmen im nächsten Jahr um rund 100 000 Franken tiefer ausfallen. Die Investitionsrechnung, der Voranschlag 2015 sowie der vorgeschlagene Steuerfuss von neu 17 Prozent (bisher 18 Prozent) wurden von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt.

Anbau Lift in Kirche Däniken

Die grösste Investition im Jahr 2016 mit einem Betrag in der Höhe von 250 000 Franken ist der Liftanbau und der Einbau eines Behinderten-WC in der reformierten Kirche Däniken.

Der Wunsch, die Kirche Däniken behindertengerecht umzubauen, wurde schon mehrmals von Gemeindemitgliedern geäussert. Präsident Gottfried Dörfelt präsentierte an der Kirchgemeindeversammlung die Pläne und den Kostenvoranschlag für dieses Projekt. Der Kostenvoranschlag wurde einstimmig genehmigt.

Nach dem Rückbau des Hauses an der Tiergartenstrasse 1 in Schönenwerd hatte der Kirchgemeinderat entschieden, das Grundstück zum Verkauf auszuschreiben. Mit dem Erlös aus diesem Verkauf kann die Kirchgemeinde nun einen Teil der nötigen Sanierungen finanzieren.

Grosser Renovationsbedarf

Der Renovationsbedarf der Liegenschaften wird den Kirchgemeinderat auch in den nächsten Monaten beschäftigen. Neben der Sanierung der Kirche in Däniken sind noch weitere Baustellen auszumachen, die in den nächsten Monaten und Jahren in Angriff genommen werden müssen.

Grob umrissen sind dies die Sanierung des Kirchenraums und der Orgel sowie der Heizung in der Kirche Däniken, der Fenster, Storen und der Fassade des Kirchgemeindehauses in Obergösgen, der Heizung in der Kirche Lostorf sowie der Fassade und der Storen im Kirchgemeindehaus Stüsslingen.

Gemeinsame Nutzungen?

Die grosse Herausforderung des Kirchgemeinderates ist es, diesen Investitionsbedarf mit sinkenden Einnahmen in Einklang zu bringen. Hierfür muss die Kirchgemeinde neue Wege suchen und beschreiten.

Auf Anregung von Pfarrer Michael Schoger wird 2016 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich Gedanken zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Niederamt im Jahre 2020 machen soll. Eine gemeinsame Nutzung der eigenen Gebäude mit anderen Kirchgemeinden ist dabei ein denkbares Szenario.

Weiter, solange die Mittel reichen

In der Septembersitzung hat der Kirchgemeinderat über die Aufgaben der Kirchgemeinde Niederamt und der Pfarrämter beraten. Anhand eines Arbeitspapiers konnten sich die Kirchenkommissionen vorher bereits mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Vorstellungen in den Rat einbringen.

Es wurde lebhaft diskutiert und beschlossen, dass die Aktivitäten im bisherigen Rahmen weitergeführt werden, solange die finanziellen Mittel dafür noch ausreichend verfügbar sind.

www.ref-niederamt.ch

Die neue Homepage konnte Anfang Oktober aufgeschaltet werden. Bisher fand man die Nachrichten und Mitteilungen unter sechs verschiedenen Adressen im Internet. Jede Homepage war unterschiedlich gestaltet.

Das gehört jetzt der Vergangenheit an. Die Nachrichten und Mitteilungen der sechs evangelisch-reformierten Ortskirchgemeinden des Niederamts findet man jetzt unter einem gemeinsamen Dach und unter einer gemeinsamen Internetadresse: www.ref-niederamt.ch.