In dieser Klinik sind nicht nur die Patienten krank. Der Chef, Professor Gottfried V. Scherer, ist wirklich ein zerstreuter Professor (gespielt von Gottfried Scherer). Dauernd verlegt er seine Brille; da hilft wenig, dass er sich mit drei Exemplaren ausgerüstet hat. Und vor allem sind die Krankengeschichten nicht sauber abgelegt.

Tatsächlich ist dann die Krankenakte von Hans Feldmann unauffindbar. Sie zu suchen, hält den Professor über das ganze Stück auf Trab. Zudem platzen die Patienten immer im dümmsten Moment herein. Der Hypochonder Werner Schnitzler (Freddy Klinkhammer) klagt über eine tickende Uhr im Bauch und Padi (Ernst Hirsbrunner) ist verwirrt im Kopf.

Einen anderen Defekt hat Oberarzt Marc Keller (Urs Rippstein). Seine Ambitionen, die Stelle des älteren Professors zu beerben, verursachen Konflikte, ebenso wie sein Machtgehabe und seine Übergriffigkeit dem weiblichen Personal gegenüber.

Erster Einsatz für Regisseurin

Das bringt die resolute Krankenschwestern Klara (Franziska Schmidli) und Lisa (Stefanie Fricker) sowie die Putzfrau Ruth (Cäcilia Graber) auf die Palme. Zwar sind auch sie nicht perfekt. Schwester Klara vergisst schon mal einen Patienten im Moorbad, und Putzfrau Ruth schnüffelt in den Krankendossiers.

Doch mit tatkräftiger Mithilfe der neuen Arztsekretärin Ariane Berger (Corinne Schmidli) spinnen sie eine Intrige gegen Doktor Marc Keller. Und als auch noch die Inspektorin der Krankenkasse (Astrid Salathé) eintrifft, gerät auch Professor Scherer in Bedrängnis.

Durch ihr temporeiches Spiel sorgen die Theaterfreunde Kienberg für einen vergnüglichen Theaterabend. Regie führt die einheimische Anastasia Kehr. Für sie ist es ihr erstes Engagement als Spielleiterin des Kienberger Laienensembles. Vorher war sie in zahlreichen Rollen auf der Bühne im Einsatz; dies ist ihre fünfzehnte Produktion in Kienberg. Rolf Marti fungiert als Regieassistent. Ebenfalls ein Bühnenjubiläum feiert Corinne Schmidli, zusammengezählt ist dies ihre fünfte Aufführung.

Premiere mit Apéro

Morgen Samstag, 20. Januar, ist um 20 Uhr Premiere des Theaterstücks in der Mehrzweckhalle Kienberg. Dazu wird ab 18 Uhr gratis ein Apéro offeriert. An den Abendvorstellungen ist das Restaurant in der Mehrzweckhalle jeweils für ein warmes Nachtessen geöffnet.

Vor der Theateraufführung geben die von Othmar Sturm dirigierten Kienberg-Singers einen kurzen Einblick ins Repertoire. Und nach der Vorstellung spielt das Duo Fantasy-Dance aus Anwil bis in die Morgenstunden zum Tanze auf.