Der Obergösger Gemeindepräsident Christoph Kunz konnte am Mittwochabend zahlreiche Gäste aus Gewerbe und Politik zum ersten Gewerbeapéro begrüssen. Stargäste waren Beatrice Tschanz und Elisabeth Villiger von der Oase Holding AG. Die Oase Holding AG, eine gemeinnützige Institution, plant mitten in Obergösgen die Überbauung Steinengasse, ein Grossprojekt mit grösseren und kleineren Wohnungen, aber auch mit einer Pflegeabteilung für Demenzkranke.

Ein Konzept mit Zukunft, davon ist Beatrice Tschanz, ehemalige Kommunikationschefin der Swissair und jetzige Verwaltungsratspräsidentin der Oase Holding, überzeugt: Gefragt seien heute gemischte Wohnformen für alle Generationen. Es werden nicht billige Angebote sein, aber auch nicht Wohnformen im Luxussegment. Zwei «Oasen» sind bereits in Betrieb, in Eglisau und Rümlang. Im Herbst wird in Oetwil am See eine weitere eröffnet. Warum jetzt gerade Obergösgen? Man suche in der ganzen Deutschschweiz nach Standorten, meinte Tschanz. Die Vision sei ein grossflächiges Angebot an verschiedenen Standorten. Verwaltungsratsmitglied Karl Dudler, ein ehemaliger Obergösger, habe auf den Standort aufmerksam gemacht.

Lebensqualität erhalten

Senioren von heute wollten nicht in Gettos abgeschoben werden, sondern in die Gesellschaft eingebunden bleiben. Dies sei ein wichtiger Bestandteil des Oase-Konzepts, wie Elisabeth Villiger, CEO der Oase Service AG, betonte. Sie selber hat lange Jahre im Pflegebereich gearbeitet und stellte das Betriebskonzept der Oase vor. Wichtig sei es, die Lebensqualität erhalten zu können. Das Thema Mehrgenerationen-Projekte hatte bereits Urs Blaser von der Wirtschaftsförderung Region Olten in seinem Referat betont. Durch solche Projekte könne ein Standort profitieren. Gerade auch Obergösgen, das ein grosses Einzugsgebiet aufweise.

Die Anwesenden reagierten mehrheitlich positiv auf das ambitiöse Vorhaben. Gefragt wurde nach den Kosten. Auch die Gemeinde müsse noch einiges beitragen – Stichwort Dorfladen.

Gemeindepräsident Kunz meinte im Gespräch, dass allenfalls Architektur und Kubatur auf Einsprachen stossen könnten. Im Idealfall könne der Spatenstich schon in einem Jahr stattfinden. Wenn also alles gut läuft, ziehen bereits in vier Jahren die ersten Bewohner in die Mehrgenerationensiedlung.

Der Obergösger Gewerbeapéro soll künftig jeden Mai stattfinden. Früher gab es den Gewerbetreff jeweils bei einem Unternehmer. Irgendwann, so Kunz, seien alle Gewerbler an der Reihe gewesen. Deshalb habe der Gemeinderat entschieden, den Anlass künftig selbst auszurichten und so das Gewerbe zu entlasten.