Dulliken

Im Altersheim Brüggli wütet das Norovirus

Unter Quarantäne: Alters- und Pflegeheim Brüggli in Dulliken.

Unter Quarantäne: Alters- und Pflegeheim Brüggli in Dulliken.

Im Alters- und Pflegeheim Brüggli ist das Norovirus ausgebrochen – insgesamt waren 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie mehrere Mitarbeiter angesteckt.

Am Donnerstagabend wurde Patrick Albiker, Heimleiter des Alters- und Pflegeheims Brüggli in Dulliken, über eine Grippewelle im Heim informiert. Mehrere Bewohner und Mitarbeiter litten unter Erbrechen und Durchfall. Der am Freitag durchgeführte Labortest verriet: Im Brüggli treibt das Norovirus sein Unwesen. Momentan sind insgesamt noch elf Bewohnerinnen und Bewohner von total über 20 erkrankten Personen angesteckt.

«Wir haben sofort die notwendigen Massnahmen ergriffen», äussert sich Albiker zur Situation. Die wichtigste Sofortmassnahme: Die vorläufige Schliessung des Hauses. «Alle Veranstaltungen und Termine haben wir abgesagt», so der Heimleiter. Angehörige und Gäste der Heimbewohner wurden gebeten, auf Besuche zu verzichten, bis im Heim wieder Gesundheit einkehrt.

Heimleiter bleibt zuversichtlich

Die Heimbewohner essen zurzeit nur aus Wegwerfgeschirr, um Ansteckungen zu vermeiden. Da der Speisesaal geschlossen ist, essen sie in ihren Zimmern. Ausserdem desinfiziert das Personal regelmässig alle Oberflächen und die angesteckten Bewohner und Bewohner sind isoliert.

Dank der sofort ergriffenen Hygiene- und Schutzmassnahmen kann der Heimleiter mittlerweile Fortschritte sehen: «Wir haben die Situation gut im Griff. Seit mehreren Stunden hatten wir keine Neuansteckung mehr, was positiv ist.» Positive Nachrichten gibt es auch beim Personal: Mit der aussergewöhnlichen Situation gehen die Mitarbeiter laut Albiker gut um.

Besonders mit den dementen Bewohnern und Bewohnerinnen brauche das Personal momentan viel Geduld, denn manchmal müsse man diesen Bewohnern mehrmals täglich erklären, was passiert ist und weshalb sie ihre Zimmer nicht verlassen sollten.

«Von der Küche über den Hausdienst bis zum Pflegepersonal: Alle gehen hervorragend damit um», zeigt sich der Heimleiter dankbar. Auch sei das erkrankte Personal langsam aber sicher wieder auf den Beinen, was die Arbeit erleichtere. «Es ist zwar eine leidige Sache, aber mit viel Geduld und etwas Galgenhumor haben wir alles im Griff», so Albiker zuversichtlich.

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