Wisen/Trimbach

«Ich werde der ganzen Welt davon erzählen»: Eliana Burki ist Botschafterin vom «JurAlphorn»

Eliana Burki mit dem vierteiligen Alphorn, mit dem sie zukünftig auftreten will.

Eliana Burki mit dem vierteiligen Alphorn, mit dem sie zukünftig auftreten will.

Die Solothurner Alphorn-Queen Eliana Burki wird Markenbotschafterin für das «JurAlphorn». Damit erhalten die Alphorn-Bauer aus Trimbach ein prominentes Gesicht als Aushängeschild.

Wie ein Puzzle habe sich alles zusammengefügt, seit vor anderthalb Jahren das «JurAlphorn» auf dem Markt erschien, sagt Udo Schäfer, Schreinermeister und Bereichsleiter von «die werkstatt» (siehe Box).

Kontakte in der Musikszene wurden geknüpft, das Interesse am Instrument ist gewachsen. 25 Stück seien letztes Jahr verkauft worden. In der Schreinerei in Trimbach, wo neben Alphörnern auch Holzmöbel in Handarbeit entstehen, wird es langsam etwas eng, so Schäfer. Man befasse sich darum bereits mit einer Erweiterung.

Eliana Burki: «Ich habe gesagt: Wenn ihr ein vierteiliges Alphorn baut, möchte ich die Erste sein, die eines bekommt.»

Eliana Burki: «Ich habe gesagt: Wenn ihr ein vierteiliges Alphorn baut, möchte ich die Erste sein, die eines bekommt.»

Ebenfalls eine Art Puzzle – wenn auch nur ein vierteiliges und darum leicht lösbares – konnten Udo Schäfer, WG-Treffpunkt-Geschäftsführer Michael Häfeli und Alphornbauer Dimitri Hauswirth am Mittwoch in der Hupp Lodge in Wisen anlässlich einer kleinen Feier präsentieren: die neuste Version des «JurAlphorns».

Michael Häfeli weihte die Gäste in dessen Entstehungsgeschichte ein. Sichtlich stolz war der Geschäftsführer, nach nur anderthalb Jahren «den ersten Meilenstein» geschafft zu haben, wie er sagte. «Es ist ein tolles Produkt. Das gelingt nur, wenn Menschen mit einer Vision dahinter stehen», meinte Häfeli in seiner kurzen Präsentation von WG Treffpunkt und Werkstatt. Dem pflichtete auch Udo Schäfer bei. «Das Alphorn bewegt die Menschen», sagte er und meinte damit auch jene, die es herstellen.

Kapstadt, Beirut, Wisen

Die «JurAlphorn»-Bauer verfolgten mit ihrem Instrument stets das Ziel, auch den Ansprüchen von Profimusikern zu genügen. Wer könnte besser beurteilen, ob dies gelungen ist, als Eliana Burki. Die Solothurner Musikerin hat es geschafft, das Alphorn mit rockigen bis jazzigen Klängen von seinem etwas verstaubten Image zu befreien.

JurAlphorn mit Eliana Burki

Eliana Burki spielt auf dem JurAlphorn

Auch mit einem «JurAlphorn» ist sie schon aufgetreten. Nach Auftritten in Kapstadt, Beirut und Wien durfte sie am Mittwoch in Wisen die neue Kreation in Empfang nehmen. «Ich habe Udo gesagt: Wenn ihr ein vierteiliges Alphorn baut, möchte ich die Erste sein, die eines bekommt», verriet Burki bevor sie, begleitet von Gitarrist Christian Winniker, einige Stücke darauf zum besten gab.

Das neue Instrument wird sie künftig bei ihren weltweiten Auftritten begleiten. Sie freue sich, ein Teil dieses Projektes zu sein, meinte die Musikerin im Hinblick auf den sozialen Hintergrund der Werkstatt. «Ich werde der ganzen Welt davon erzählen.»

Eliana Burki als Markenbotschafterin zu gewinnen ist für «JurAlphorn» ein grosser Erfolg. «Das beweist, dass es ein gutes Instrument ist», sagt Udo Schäfer. Rechnet er nun bald mit Bestellungen aus Kapstadt oder Tokio? «Wir lassen uns überraschen.»

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