Dulliken

Höchste Zeit für ein neues Klubhaus: Gemeinde stimmt Kredit zu

Dutzende Mitglieder des FC Dulliken erschienen an der Budgetgemeindeversammlung. Neben dem Budget wurde auch über die Erneuerung der Anlagen beim Fussballplatz Ey entschieden.

Die Traktandenliste der diesjährigen Budgetgemeindeversammlung von Dulliken lockte am Montagabend 162 Stimmberechtigte sowie diverse auswärtige Gäste in die Aula des Schulhauses Kleinfeld. Das sei eine unglaublich hohe Teilnehmerzahl für eine Gemeindeversammlung. «Normalerweise sind hier etwa 50 Personen anwesend», sagte Gemeindeschreiberin Alexandra Kuhn. Die Urne neben ihr liess eine hitzige Diskussion erahnen.

Unzumutbare Situation

Grund dazu bot das dritte Traktandum: die Erneuerung der Anlagen beim Fussballplatz Ey. Ein Projekt, das eine Investition von rund 2 Millionen Franken voraussetzt. Die 40 Jahre alte Sportanlage sei in keiner Weise mehr der Öffentlichkeit präsentierbar, weder hygiene- noch sicherheitstechnisch. Gemeindepräsident Walter Rhiner zeigte anhand von Fotos, wie dringend der Handlungsbedarf ist: «Diese Wand ist nicht etwa modisch in zwei Farbtönen gestrichen, das ist Feuchtigkeit und Schimmel.» Der lästige Pilz sei Dauergast in den Duschen. Auch die Decke sei undicht und löse sich langsam vom Rest des Gebäudes.

«Wir sind ein schönes Dorf und wir brauchen auch ein schönes Klubhaus», meinte Gemeinderat Patrik Strahm, Ressortleiter für Bau, Planung und Infrastruktur. Im März 2018 wurde nach den Vorgaben des Schweizerischen Fussballverbands ein Projekt für den Neubau des Klublokals erarbeitet, das eine angemessene Gebäudein- frastruktur für den Spiel- und Trainingsbetrieb von insgesamt 22 angemeldeten Mannschaften des FC Dulliken bieten würde. Der Fussballclub habe sich bereit erklärt, im Rahmen von Sponsoring, Crowdfunding und Vereinsanlässen einen festen Beitrag von 320 000 Franken zum 2 Millionen Franken grossen Kostenaufwand beizusteuern. Nach positiver Abklärung mit der Dulliker Finanzkommission beschloss der Gemeinderat im Herbst: Die Gemeinde muss die Sportanlage Ey in einem respektablen Zustand halten.

Gemeindepräsident Rhiner zeigte sich am Montagabend positiv überrascht über die Abstimmung, denn es habe im Vorfeld eine hitzige Diskussion gegeben. «Ich habe einen Antrag auf eine Urnenabstimmung erwartet!» Schliesslich wurde der Antrag zur Erneuerung der Anlage mit 155 Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen und zwei Gegenstimmen angenommen.

In einem nächsten Schritt müsse man nun mit der Bauleitung das weitere Vorgehen planen und vor allem ein professionelles Unterhaltskonzept entwickeln, damit der Neubau auch lange noch in Schuss bleibe. Voraussichtlich im Herbst 2019 möchte die Gemeinde mit dem Abbruch der alten Anlage beginnen.

Das Budget für 2019 kam nach einer knapp einstündigen Bearbeitung des dritten Traktandums eher kurz zur Diskussion. Für das nächste Jahr sei ein Ertragsüberschuss von 200 000 Franken berechnet worden, ohne die Erhöhung von Steuern oder Gebühren. Somit sähe es mit den Finanzen der Gemeinde Dulliken sehr gut aus und das Dorf hätte mit einem Nettovermögen von 14 Millionen Franken eine gute Ausgangslage für die geplanten Investitionen in die Sportanlage Ey, die Schul- und Büroraumplanung sowie die Wasserversorgung, meinte Andreas Gervasoni, Gemeindeschreiber und Finanzverwalter.

Die Post bleibt bis 2020

Bevor der Gemeindepräsident im Anschluss darauf zum Apéro einlud, ging er im fünften und letzten Traktandum noch auf einige Ereignisse des Jahres 2018 ein. «Ich bin überzeugt, dass sich unsere Kritik an der Post gelohnt hat.» Er sprach die erfolgreiche Demonstration gegen die Schliessung der Dulliker Poststelle vom 5. März an. Die Existenz der Poststelle sei dank dieser bis Ende 2020 gesichert. Er bedankte sich ausserdem bei der Feuerwehr, die während einer Wasserverunreinigung, die durch einen Stromausfall bei der ARA in Winznau verursacht wurde, die gesamte Gemeinde in Rekordzeit mit Informationsflyern über die Situation aufklärte. Mit Feiertags- und Neujahrswünschen eröffnete er schliesslich um 21.30 Uhr das Apéro-Buffet.

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