Auf der Aare herrscht reger Verkehr. Bunte Gummiboote, Luftmatratzen in Form von Glaces, knallpinke Flamingos oder gar regenbogenfarbige Einhörner gleiten in aller Ruhe den Fluss runter. Bei der Hitze der vergangenen Tage schien das «Böötle» auf der Aare neben dem Baden die einzig sinnvolle Freizeitaktivität zu sein.

«Böötle» geht auch mit Flamingo.

«Böötle» geht auch mit Flamingo. 

Nachdem der Hobby-Kapitän sein Schlauchboot oder Badetier mit vollem Körpereinsatz mit Luft gefüllt hat, will er in den Fluss stechen. Dort gilt aber zuerst: Vorfahrt für alle anderen Gummiboot-Kapitäne. Erwischt man nach einigen Minuten Wartezeit schliesslich eine Lücke, steht dem Faulenzen, Sonnenbaden oder Schwimmen nichts mehr im Weg. Dank der
geringen Strömung der Aare können Hindernisse wie etwa Abzweigungen oder Wasserkraftwerke problemlos umschifft werden.

Small Talk auf der Aare

Trifft man während der Fahrt andere «Böötler» an, kommt man – wohl oder übel – ins Gespräch: So schwärmen die Stand-up-Paddler von ihrem Fitnessprogramm, die Luftmatratzen-Kapitäne fragen nach Bier und die Schlauchboot-Experten erklären ihre Rudertechnik. Letztere erweisen sich als hilfreich, wenn man nach fünf Stunden auf der Aare das angestrebte Ziel noch nicht erreicht hat, sondern gar in die verkehrte Richtung getrieben wird. (sil)