Sonntag, 26. Mai 2019: Nach der Begrüssung durch die anwesenden Jagdhornbläser aus der Bläsergruppe «Distellaub» begrüsste Edgar Jacobi (Schulleiter) die Jagdschüler der Jagdschule im Mösli (Niedergösgen) und die zahlreichen Gäste aus verschiedenen Jagdorganisationen und -vereinen, kantonalen Jagdverwaltungen und Jagdprüfungskommissionen sowie dem Stiftungsrat.

Seit bereits 25 Jahren besteht die Jagdschule von Peter Steiner. Für Peter Steiner war die Jagd nie «nur» ein Hobby, sondern eine Aufgabe, wie es auf der Website der Wildtierwarte heisst. 1974 begann er, Anwärter verschiedenster Kantone und Jagdsysteme (Revier- und Patentjagd) für die Jagdprüfung umfassend auszubilden und ihnen über die notwendigen Jagdkenntnisse hinaus ein Verständnis für das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur zu vermitteln.

Das «Mösli» als erste Adresse

Obwohl der Besuch einer Jagdschule keine Voraussetzung zum Erlangen eines Jagdfähigkeitsausweises darstellt, sprach sich das «Mösli» in Niedergösgen als erste Adresse für eine umfassende Jagdausbildung herum. Mit anfänglich drei Kursteilnehmern aus dem Kanton Solothurn nahm eine Entwicklung ihren Lauf.

Mit dem Jagdlehrpfad, welcher nun jährlich von der Jagdlehrschule in Niedergösgen angeboten wird, profitieren angehende Jägerinnen und Jäger vom grossen Fundus des Vereines «Freunde der Stiftung Schweizerische Wildtierwarte». Anlässlich dieses Lehrpfades hielt der Verein auch gleich seine Generalversammlung ab.

Rund 70 Personen sind Ende Mai in Niedergösgen jeweils zu Gast. Unter anderem bietet der Verein «Freunde der Stiftung Schweizerische Wildtierwarte» im «Mösli» Niedergösgen auch Führungen für andere Vereine oder Gewerbebetriebe an. Die Ausbildung zur Jägerin oder zum Jäger dauert rund zwei Jahre. Die Pflichtmodule des Kantons und die Schulmodule können in einem Jahr absolviert werden. Die meisten nehmen sich aber zwei Jahre Zeit. So auch Beat Brandenberger aus Erlinsbach AG und Christian Mathys aus Holziken, welche ihre theoretische Prüfung im Jahre 2020 ablegen werden. Mathys: «Ich begutachte diesen Tag des Jagdlehrpfades für mich als Standortbestimmung. Von Oktober bis März habe ich die Schulbank gedrückt und will nun wissen, wo ich stehe». Auch Brandenberger sieht es ähnlich: «Nicht umsonst wird die Jagdprüfung auch als die ‹grüne Matur› bezeichnet›».

Auch er nimmt sich genügend Zeit, um sich entsprechend auf die Jagdprüfung vorzubereiten. Mit dem eintägigen Jagdlehrpfad finden die angehenden Jägerinnen und Jäger aus den Regionen Solothurn, Aargau und Baselland optimale Bedingungen vor, sich mittels 500 Objekten und über 800 Fragen auf die Jagdprüfung vorzubereiten. Nach dem Selbststudium werden die Antworten auf die Fragen publiziert. Anhand von Präparaten, Schautafeln und weiteren jagdkundlichen Objekten bekommen nebst den Jagdlehrlingen auch immer Gäste, Besucher und sonstige Interessierte einen Einblick in die Arbeit des Jägers sowie dem Zusammenwirken der Natur. Das sieht auch Bettina Maurer aus Küttigen so.

Sie hat sich seit 2017 auf die Jagdprüfung vorbereitet und wird diese im Juni dieses Jahres absolvieren: «Ich habe zuhause einen grossen Garten und habe mich schon immer für die Natur und dessen Zusammenspiel interessiert. Deshalb habe ich mich auch für die Ausbildung zur Jägerin entschieden. Es macht mir unter anderem grosse Freude, die verschiedenen Jahreszeiten in allen ihren Fassetten erleben zu dürfen.»

Weitere Informationen finden Sie unter www.wildtierwarte.ch.