Seit klar ist, dass die Gemeinde Niedergösgen die Kapelle an der Hauptstrasse 36 vor der Schlosskirche zur Musikschule umfunktionieren will, ist die zuständige Kommission an der Arbeit. Laut Gemeinderat konkretisierte die Umbaukommission Kapelle nun ihr Projekt. Zunächst einmal wurde ein Augenschein genommen, wie es heisst.

Das künftige Musikhaus wird der gesamten Niedergösger Musikschule dienen. Laut Gemeinderat ist dies in Etappen geplant. Doch seien Sofortmassnahmen nötig, wie etwa der Einbau von provisorischen Schliesszylindern. Es müssen aber auch alle Elektroinstallationen auf ihre Sicherheit getestet, sowie die Lampen ersetzt werden. Der Gemeinderat spricht im Weiteren von «aktustischen Massnahmen», die aber vorerst provisorisch seien. Zudem müssen die Dachwasserleitungen sowie die Kanalisation gespült werden.

Um diese Sofortmassnahmen zu verwirklichen, wurde vom Gemeinderat Niedergösgen ein Kreditbegehren von total 20'000 Franken gutgeheissen. Jetzt geht alles sehr schnell. Der Gemeinderat teilt mit: «Die Massnahmen werden sofort bewerkstelligt, sodass die Musikschule dort ihren Betrieb bereits am 13. August aufnehmen kann.

Gastrecht im neuen Musikhaus wird der Elternverein «Zwergentreff» bekommen, wie es heisst. An zwei bis vier Nachmittagen pro Monat finden Treffen statt. Dies komme dem Elternverein gelegen, da dieser aufgrund der vielen Kita- und Spielgruppenkinder einige Umstrukturierungen habe vornehmen müssen. Der Platz im alten Gemeindehaus steht nicht mehr zur Verfügung.

Beachvolleyballclub soll Sektion des Turnvereins werden

Martin Huber und Maverick Studer vom Beachvolleyballclub Niederamt (BVN), waren als Gäste an der Gemeinderatssitzung in Niedergösgen. Sie repräsentierten den alten und den neuen Vorstand des Vereins, wie sie sagten. Ihr Verein florierte vor 20 Jahren. Darauf stellte die Gemeinde Niedergösgen den Platz auf den Sportanlagen Inseli zur Verfügung. In Eigenregie und auf eigene Kosten baute der BVN dort drei Volleyballfelder.

Der Gemeinderat nahm zur Kenntnis, dass die Anlage inzwischen in die Jahre gekommen ist. Eine Sanierung sei wichtig. Doch so einfach ist es nicht, denn in den letzten Jahren hatte der Verein Nachwuchssorgen bei der Besetzung des Vorstandes. Mit dem Turnverein Gretzenbach zeichnet sich nun eine Lösung ab. Dieser zieht in Betracht, den BVN als Untersektion innerhalb des Turnvereins aufzunehmen.

Gleichzeitig soll die Anlage mit dem Vereinsvermögen des BVN saniert werden. Der Gemeinderat gab dazu grünes Licht. Die Abmachung wurde in einer Vereinbarung festgehalten. Sollten dereinst die Felder aufgelöst werden, kann weder die Einwohnergemeinde noch der Verein Kosten für den Rückbau der Anlage geltend machen.

«Der Gemeinderat begrüsst es grundsätzlich, dass die Anlage im gleichen Rahmen wie bisher von den Vereinsmitgliedern unterhalten wird», heisst es vonseiten der Behörden. Es dürften aber auch andere Niedergösger Vereine auf Anmeldung die Anlage nutzen. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Ob das Projekt verwirklicht wird, entscheidet sich anlässlich der nächsten Generalversammlung des TV Gretzenbach. Dort wird entschieden, ob der BVN künftig als Untersektion geführt werden soll.

«Gebührenmarken dürfen nicht reissfest sein»

Offenbar ist das Lager der 35-Liter-Kehrichtsäcke für die Gemeinde Niedergösgen bald aufgebraucht, wie der Gemeinderat zur Kenntnis nahm. Dies ging aus einem Antrag der Kontaktstelle für Umweltanliegen hervor, die neue Kehrichtsäcke beantragte. Doch vom Werkhof her kam eine andere Idee: Der Werkhofleiter und sein Team hatten im Jahr 2012 die offiziellen 110-Liter-Gemeindekehrichtsäcke durch Gebührenmarken ersetzt. Sprich: Man kauft einen handelsüblichen 110-Liter-Sack und klebt einfach die Marke drauf. Deshalb zieht das Werkhofteam die Umstellung auf Gebührenmarken auch bei den 35- und 60-Liter-Säcken in Betracht.

Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Begründet wurde er damit, dass der Umgang mit den Abfallsäcken aufwendig sei, und nicht zuletzt dies: Durch die Lagerung der Säcke werde auf dem Werkhofareal zuviel Platz besetzt.

Doch es gibt noch ein weiteres Argument, dass für Gebührenmarken spricht, wie die Werkhofverantwortlichen erklärten: «Ab und an reklamieren die Einwohner wegen den nicht reissfesten blauen Gemeindesäcken. Zwar wurde der Antrag vom Gemeinderat gutgeheissen, allerdings mit dem Vermerk, dass Gebührenmarken manchmal gestohlen würden. Deshalb sieht der Gemeinderat nun Gebührenmarken vor, die bei einer allfälligen Entfernung vom Kehrichtsack verreissen, und somit nicht mehr verwendet werden können.

Kontaktstelle für Umweltanliegen aufgehoben

Die Kontaktstelle für Umweltanliegen Niedergösgen wurde vom Gemeinderat per sofort aufgelöst. Sie war im Jahr 2013 ins Leben gerufen worden und ersetzte die Umweltschutzkommission. Beauftragter der Kontaktstelle, Daniel Rickli, meisterte seither alle Aufgaben des Pflichtenhefts. Doch diese wurden immer weniger. Seit 1. Juli fallen aufgrund einer Reorganisation auch die Aufgaben der Feuerungskontrolle weg. Der Gemeinderat äusserte sich dazu: «Wir stellten fest, dass die verbliebenen Arbeiten vom Werkmeister oder auch der Werkkommission sowie von der Verwaltung übernommen werden können. Bereits im November 2017 hatte Daniel Rickli den Rat darauf aufmerksam gemacht, dass die Aufgaben und Zuständigkeiten der Kontaktstelle zu überprüfen seien. (mgt)