Eppenbergtunnel
Harzig – aber der Anfang ist gemacht

Am Montag hat die Tunnelbohrmaschine im Eppenbergtunnel die ersten Meter ausgebrochen. Ganz einfach schien das nicht zu sein aber es geht voran.

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Tunnelbohrmaschine im Eppenbergtunnel schafft erste Meter
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Schüttkegel mit dem ersten von der Maschine ausgebrochenen Material.
Die Aussichtsplattform bei der Baugrube Wöschnau war gestern gut besucht.

Tunnelbohrmaschine im Eppenbergtunnel schafft erste Meter

Remo Fröhlicher

Die ersten Meter sind gebohrt, die ersten Tübbingringe montiert: Wie angekündigt nahm die Tunnelbohrmaschine (TBM) gestern Montag beim Portal Wöschnau den Vortrieb für den Eppenbergtunnel in Angriff. Neugierige auf der Plattform bekamen aber nicht viel zu sehen, der erste Tag war von langen Unterbrüchen und Funktionskontrollen geprägt. In rund einem Jahr soll die Maschine die rund 2,5 Kilometer lange Strecke durch den Berg bis zum Portal Gretzenbach zurückgelegt haben.

Nach der dreiwöchigen Festtagspause nahmen die Bauteams gestern die Arbeit am Eppenbergtunnel wieder auf. Die ersten 60 Meter Röhre waren letztes Jahr mit Sprengungen ausgebrochen worden. Der 9. Januar 2017 steht nun für den Start der Tunnelbohrmaschine. Die SBB selbst machten daraus kein Medienereignis, weil bekannt war, dass die geologischen Verhältnisse im Anfangsbereich schwierig sind.

Das erste «Produkt» erscheint

Etwa um 10.45 Uhr war es so weit: Auf der Webcam von der Baugrube war zu sehen, wie die Förderbänder auf der linken Seite der TBM das erste Ausbruchmaterial aus der Röhre beförderten. Die Förderanlage bringt das Material unter der Strasse durch und über die Bahngleise zur Materialaufbereitungsanlage.

Ein kleiner Schüttkegel in der Abwurfhalle ist der Beweis für das erste von der TBM aus dem Eppenberg geholte Material.
Ist eine genügend grosse Menge beisammen, wird dieses Material vor Ort zu Beton verarbeitet. Die Transportfahrten zur Sondermülldeponie Kölliken beginnen erst im Frühling, wenn die TBM zur Zone der Unteren Süsswassermolasse vorgestossen sein wird.

Wie die SBB erklärten, wurde der Vortrieb nach dieser kurzen ersten Inbetriebnahme der Maschine planmässig wieder gestoppt, das Band leer gefahren und die komplette Maschine auf ihre Funktionstauglichkeit kontrolliert.

Die TBM baut auch die aus sieben Elementen (Tübbingen) bestehenden Betonringe in die ausgebrochene Röhre ein. Am späteren Nachmittag konnten die SBB melden, dass der zweite der 2 Meter breiten Tübbingringe im Tunnel in Arbeit sei. Am Abend und in der Nacht wurde weitergearbeitet – in der Anfangsphase herrscht an der TBM 24-Stunden-Betrieb.