Ostern

Haben Hühner eigentlich einen Bauchnabel?

Die frisch geschlüpften Zwergseidenhühner in Lostorf.

Im Kiosk des Buechehofs in Lostorf wird Ostern gefeiert. Mit frisch geschlüpften Küken. Diese werfen unerwartete Fragen auf.

Die eierversteckenden Hasen haben Hochsaison. Egal, ob die hölzernen oder strohigen, ob die lehmigen oder schokoladigen Exemplare: Sie alle bevölkern momentan Gärten, Dorfplätze und Verkaufsregale. Und auch ihre Arbeitsgenossen, die gackernden Eierlieferanten, haben Hochkonjunktur. Nicht nur, um den obligaten Osterschmaus sicherzustellen. Nein, auch für den eigenen Nachwuchs wird dieser Tage intensiv gesorgt. Es piepst und huscht aus allen Ecken. Dicht gefolgt von den «Jöös» der staunenden Zweibeiner.

Auch im Kiosk des Buechehofs im Herzen Lostorfs huschten vergangene Woche einige Bibeli umher. Genauer gesagt: Baby-Zwergseidenhühner. Eben erst frisch geschlüpft, sorgen sie für einige Seufzer im Kiosk. «Es ist unglaublich, wie sehr sich die Menschen darüber freuen», sagt Sonya Egger positiv überrascht. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung des Buechehofs und für den Kiosk mitverantwortlich.

Die Nabelfrage

Die Küken regten in der Karwoche offenbar auch das eine oder andere Gespräch im Kiosk an. «Haben Hühner einen Bauchnabel?», wollte Egger von der Kundschaft wissen. Diese Frage würde fast niemand beantworten können, meint sie.

Nun, haben Hühner einen Bauchnabel? Die Frage lässt sich nur mit einem «jein» beantworten. Die im Ei heranwachsenden Küken sind mit einer Nabelschnur mit dem Dotter verbunden. Dort bekommt das Küken seine Nährstoffe her. Und wo eine Nabelschnur ist, ist auch ein Bauchnabel. Dieser bildet sich nach der Geburt des Huhns jedoch mit der Zeit zurück. Wer bei einem erwachsenen Huhn unter dem Federkleid nach dem Bauchnabel sucht, wird also nicht fündig werden.

Zurück bei Mama

Zurück zum Buechehof: Nebst den Küken im Kiosk organisiert die Institution in der Karwoche auch andere österliche Riten. So wird am Palmsonntag etwa eine Palme geschmückt. Eier werden gefärbt und Ostergeschichten erzählt. Über Ostern selber gehen die meisten Betreuten dann jeweils nach Hause zu ihren Familien.

Und die Küken? Umweltaktivisten brauchen sich keine Sorgen zu machen. Diese sind mittlerweile zurück bei der Mutter.

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