Die FDP hatte den Abgang ihres langjährigen Zugpferds Gery Meier zu verkraften, zudem trat von ihren vier Ratsmitgliedern nur noch eines an. Darum erstaunen der Rückgang ihres Wähleranteils von 48 auf 41,9 Prozent und damit der Sitzverlust nicht. Gewählt wurden ihre einzige bisherige Gemeinderätin Erika Schranz und neu jene zwei Kandidierenden, die von der Partei als mögliche Nachfolger fürs Gemeindepräsidium genannt worden waren: Matthias Suter und Gabi Stiegeler.

Für die SVP erreichte der bisherige Gemeinderat Walter Gurtner die höchste persönliche Stimmenzahl aller Däniker Kandidaten, auch wenn diese Zahlen nicht direkt vergleichbar sind, da Gurtners Name im Unterschied zu den FDP-Kandidaten bereits zweimal auf der vorgedruckten Liste stand. Mit seinem Spitzenresultat schaffte Gurtner fast im Alleingang den 2. Sitz für die SVP, diesen erhält Tobias Kohler. Die SVP steigerte ihren Wähleranteil von 20,0 auf 25,3 Prozent.

Die CVP erbte einen Teil der Stimmen der Gruppe Pro Däniken und konnte ihren Anteil von 14,0 auf 18,3 Prozent erhöhen, sie bleibt damit bei einem Sitz. Diesen behält die bisherige CVP-Gemeinderätin Marianne Jetzer.

Nach acht Jahren Pause kehrt die Linke in die Däniker Gemeindeführung zurück. Die gemeinsame Liste SP/Grüne erreichte 14,5 Prozent, das reichte für ein Vollmandat. Ihr neuer Gemeinderat ist Lukas Metternich (SP), der als einziger auf der Liste schon vorkumuliert und damit als «Spitzenkandidat» gekennzeichnet war.

Kampf um Gery Meiers Nachfolge

Die Strategie der FDP ist insofern aufgegangen, als ihre beiden möglichen Präsidiumsanwärter die erste Hürde, nämlich den Sprung in den Gemeinderat, schafften. Mit 493 Stimmen liegt Matthias Suter dabei leicht im Vorteil gegenüber Gabi Stiegeler (441 Stimmen). Der 44-jährige Jurist ist stellvertretender Leiter des Handelsregisteramts des Kantons Aargau. Er war früher Schulpräsident und ist heute Präsident der evangelisch-reformierten Kirchenkommission Däniken. Die 48-jährige Hausfrau Gabi Stieger ist eidg. dipl. Finanzplanungsexpertin und arbeitete früher bei einer Grossbank. In der Gemeinde war sie Präsidentin der Werk- und Umweltschutzkommission.

Die FDP wird aber jetzt vom SVP-Gemeinde- und Kantonsrat Walter Gurtner ernsthaft herausgefordert. Der 65-jährige Schreinermeister hat sich gestern aufgrund seines guten Resultats zu einer Kandidatur entschlossen. Aufgrund seines Alters sähe er sich als «Übergangspräsident» und würde das Amt nur für eine Amtsperiode ausüben, wie er gegenüber dieser Zeitung sagt. Er verweist auf seine politische Erfahrung und findet, dass diese den beiden FDP-Kandidaten fehle.