Gretzenbach
Grosse Stabilität bei der Sozialregion Unteres Niederamt

Die Delegiertenversammlung der Sozialregion Unteres Niederamt (SRUN) konnte auf ein stabiles Jahr zurückblicken und genehmigte das Budget 2018.

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Bruno Kissling

Die neun Mitgliedsgemeinden der Sozialregion Unteres Niederamt (SRUN) Däniken, Eppenberg-Wöschnau, Erlinsbach, Gretzenbach, Kienberg, Niedergösgen, Rohr, Schönenwerd und Walterswil mit knapp 20'000 Einwohnern konnten ein praktisch identisches Budget wie im Vorjahr entgegennehmen.

Obwohl die Gesetzliche Sozialhilfe im Lastenausgleich leicht sinkt, steigen die eigenen Fallzahlen und Dossiers weiterhin überdurchschnittlich an. So wurden Ende 2016 insgesamt 465 Klienten betreut, während Ende Oktober 2017 bereits 552 Klienten registriert waren. Auch die Mandate des Kindes- und Erwachsenenschutzes stiegen um 14 Prozent auf 215 Mandate.

Im gleichen Zeitraum entwickelten sich die unterstützten Flüchtlinge und Asylbewerber von 180 auf 200 Personen (+11%). Einzig bei den Anmeldungen für die Arbeitslosenversicherung verringerte sich die Anzahl von 725 Anmeldungen auf 602 Personen (–17%). Dazu kommt die Abwicklung der AHV-Zweigstelle und der Mütter- und Väterberatung.

Auf diesem Hintergrund werden die Stellenprozente von 1630 auf 1670 erhöht und weitere Räumlichkeiten zugemietet. Trotzdem gelingt es der Geschäftsstelle unter Leitung von Hans Ulrich Bürgi, die gesamten Administrations- und Infrastrukturkosten auf vergleichsweise tiefem Niveau von 99 Franken pro Einwohner zu halten.

Budget 2018

Im Budget 2018 sinken die Kosten der Gesetzlichen Sozialhilfe nur ganz leicht auf 6,98 Mio. Franken (–0,1%). Dies entspricht 359 Franken pro Einwohner im Lastenausgleich und stellt eine weitere Stabilisierung dieses Leis-tungsbereichs dar und sogar einen Rückgang gegenüber 409 Franken pro Einwohner im Jahr 2014.

Spitzenplätze bei den Sozialhilfekosten der 14 Sozialregionen belegen die Sozialregion Olten mit 674 Franken pro Einwohner. An siebter Stelle in diesem Ranking findet sich die Sozialregion Unteres Niederamt mit effektiven Kosten von 375 Franken pro Einwohner. Im Lastenausgleich werden durchschnittlich 352 Franken angerechnet (Stand Ende 2016).

Teure kantonale Leistungsfelder

Die kantonalen Leistungsfelder sind nicht direkt beeinflussbar und steigen erneut an, allerdings etwas moderater als in den Vorjahren. Sie erreichen im Budget 2018 insgesamt 7,45 Millionen Franken (+2%) und verursachen somit 383 Franken pro Einwohner.

Kostentreiber sind die Leistungen an die Ergänzungsleistungen AHV (+5%) sowie die Pflegekostenbeiträge (+2%), während die Leistungen an die Ergänzungsleistungen der IV leicht sinken (–2%). Gesamthaft sind diese Leistungsfelder seit dem Jahr 2009 um 53 Prozent gestiegen.

Günstige Administration

Die Administrations- und Infrastrukturkosten der Geschäftsstelle in Schönenwerd steigen leicht an auf 1,9 Millionen Franken (+3%), was 98.78 Franken pro Einwohner entspricht.
Damit konnten die direkt den Mitgliedsgemeinden belasteten Kosten von 112 Franken pro Einwohner im 2015 um 11 Prozent gesenkt werden – und dies trotz Stellenanstieg auf 1670 Stellenprozente. (MGT)

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