Rundumsanierung
«Bisher kaum Reklamationen»: Die Lostorfer Hauptstrasse ist zur Grossbaustelle geworden

Maschinen, Bauplanken und Ampelphasen dominieren das Strassenbild. Mit etwas Geduld gelangt man dennoch durchs Dorfzentrum.

Noël Binetti
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In Etappen gehts Dorf aufwärts: Neben der Hauptstrasse werden auch Werkleitungen, der Lorstorferbach sowie Juraweg saniert.

In Etappen gehts Dorf aufwärts: Neben der Hauptstrasse werden auch Werkleitungen, der Lorstorferbach sowie Juraweg saniert.

Bruno Kissling

Es gleicht einer Operation am offenen Herzen: die Hauptstrasse Nord – ab Kantonsstrasse bis Rebenfeldstrasse – wird während rund zwei Jahren gesamtsaniert. Der Auftakt der Grossbaustelle in Lostorf war Mitte Juli, ein Ende der Arbeiten ist 2023 vorgesehen. Im gesamten Strassenabschnitt erfolgen umfangreiche Werkleitungsarbeiten. Im südlichen Teil bis zum Dorfplatz wird der Lostorferbach hochwassersicher ausgebaut und zusätzlich der Juraweg erneuert.

Die Arbeiten erfolgen der engen Platzverhältnisse wegen in Etappen, in der Länge als auch in der Breite: Während der ersten drei Phasen wird der Strassenabschnitt Süd, ab Einmündung Kantonsstrasse bis zum Dorfplatz und gleichzeitig die strassenseitige Bacheinfassung erstellt. Die Arbeiten am Lostorferbach sowie am Juraweg werden später ausgeführt.

Der Bus geniesst den Vortritt

Der Bauvorgang, die entsprechenden Etappen sowie die Verkehrsführung sind bei der Bauverwaltung einsehbar. Der Verkehr wird durch eine Lichtsignalanlage einspurig geführt. Der Fussgängerverkehr wird nach Möglichkeit über den Juraweg geleitet.

Die Bushaltestelle beim Dorfplatz wird wie gewohnt angefahren. Anpassungen am Buskonzept würden vorgängig kommuniziert, im Moment ist die Buslinie 507 der BOGG betroffen. Der Bus geniesst beim Lichtsignalkonzept eine Bevorzugung, sodass im grossen und ganzen wenig Verzögerungen für Pendelnde entstehen.

Die BOGG-Linie 507 zirkelt sich durch die Absperrungen.

Die BOGG-Linie 507 zirkelt sich durch die Absperrungen.

Bruno Kissling

Auswirkungen für den Individualverkehr wurden vorgängig angekündigt. Verkehrsteilnehmende werden von der Gemeinde dazu aufgefordert, im Zeichen der Verkehrssicherheit auf das Umfahren der Baustelle über die Quartierstrassen zu verzichten und für die Fahrten über die Hauptstrasse Nord mehr Zeit einzurechnen.

Autofahrerinnen und Autofahrer brauchen etwas Geduld.

Autofahrerinnen und Autofahrer brauchen etwas Geduld.

Bruno Kissling

Arbeiten kommen bisher gut voran

Nach bald einem Monat Bauzeit erklärt Heinz Marti, Leiter vom Bauamt Lostorf, auf Anfrage: «In Anbetracht der Grösse der Baustelle ist es bisher erstaunlich ruhig geblieben.» Es seien kaum Reklamationen aus der Bevölkerung eingegangen, auch nicht aufgrund von Schleichverkehr in den Nebenstrassen.

Im Bereich der Baustelle wurde der Fussgängerstreifen deutlicher markiert, «so erreichen wir dort zusätzlich Sicherheit, insbesondere für die Schulkinder», sagt Marti.

Die Arbeiten schreiten laut Bauleiter Heinz Marti zügig voran.

Die Arbeiten schreiten laut Bauleiter Heinz Marti zügig voran.

Bruno Kissling

Zu Beginn habe die Ampel bei der Kreuzung von der Kantonsstrasse-Hauptstrasse etwas Gewöhnung bedurft. «Bis das Einfädeln funktionierte brauchte es eine Weile.» Dort müssten Autofahrer dem Bus genug Platz lassen, der vom Dorf kommend abbiegt. «Mittlerweile funktioniert auch das recht gut», so Marti. Und er zieht ein erstes Fazit: «Die Arbeiten sind gut gestartet und kommen zügig voran.»

Geplant sei, als nächster Schritt die Strassenseite zu wechseln. «Vielleicht werden wir aber zuerst auf derselben Seite in der Länge weiterarbeiten.» Das entscheide man relativ kurzfristig, hier spielten nicht zuletzt die Verfügbarkeiten der verschiedenen Baumaterial-Zulieferer eine Rolle.

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