Gretzenbach
Gretzenbacher «Sonne» steht zum Verkauf

Aus Altersgründen will der Besitzer das Hotel-Restaurant Sonne weitergeben. Die Pächterin will bleiben. Einige Anfragen seien schon eingegangen, konkret sei allerdings noch nichts. Die Liegenschaft ist für 1,89 Millionen Franken ausgeschrieben.

Gabriela Strähl
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Pächterin Susanne Blattner hofft darauf, dass sie das Restaurant an der Oltnerstrasse weiterführen kann.

Pächterin Susanne Blattner hofft darauf, dass sie das Restaurant an der Oltnerstrasse weiterführen kann.

Bruno Kissling

Seit gut einem Monat sind Inserate für den Verkauf des Restaurant und Hotel Sonne anzutreffen. Der langjährige Besitzer Antonio Renna, wohnhaft in Erlinsbach, möchte die Liegenschaft an der Oltnerstrasse 21 altershalber weitergeben. Um die 17 Hotelzimmer kümmert er sich mit seiner Frau, im unteren Stock führt Pächterin Susanne Blattner das Restaurant.

«Der Verkauf eilt noch nicht», so der 68-jährige Renna. Langsam mögen seine Frau und er die Arbeit im Hotel aber nicht mehr machen. «Unser Sohn hat dann gefragt, warum verkaufst du die Liegenschaft nicht?» Besitzer Renna gibt sich über die Angelegenheit bedeckt und verweist für Informationen auf die Avidia Immobilien-Treuhand AG in Olten, die mit dem Verkauf betraut ist.

Roger Rettenmund, Geschäftsführer der Immobilienunternehmung, hofft auf einen Käufer, der die Mietverträge mit der Pächterin weiterführt. «Das wäre der Idealfall.» Bisher blieben die Mietverträge erhalten. Susanne Blattner und ihr Partner Herbert Gruber führen das Restaurant Sonne, welches während der Woche von 6 bis 23 Uhr und samstags von 8 bis 17 Uhr geöffnet ist. Sie beschäftigen drei Angestellte. Blattner ist seit viereinhalb Jahren eingemietet, vorher wirtete sie in der Braui in Schönenwerd.

«Wir haben uns hier eine Existenz aufgebaut und würden gerne weitermachen», so Blattner. Sie hofft auf einen Käufer, der in Hotel und Restaurant investiert. «Wir könnten uns auch vorstellen, das Hotel ebenfalls zu führen.» Eine veränderte Kundschaft wäre ihr aber lieber: momentan seien es hauptsächlich Gastarbeiter, die für drei oder vier Monate in den Zimmern leben und ihr Geld in die Heimat schicken. Fürs Abendessen ins Restaurant verirrt sich kaum einer. «Es wäre natürlich lukrativer, wenn die Hotelgäste auch bei uns essen würden», so Blattner. Das Hauptgeschäft seien Frühstück und Mittagessen, abends dürften gerne noch mehr Besucher vorbeikommen.

Einige Anfragen seien schon eingegangen, so Rettenmund. Konkret sei allerdings noch nichts. Die Liegenschaft ist für 1,89 Millionen Franken ausgeschrieben.