Schönenwerd
Gospelchor packt das Publikum vom ersten Moment

Der Gospelchor «sing2gether» lud in der römisch-katholischen Kirche Schönenwerd zum Jahreskonzert ein.

Ursula Schärer
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Der Gospelchor «sing2gether» sang sich in die Herzen des Publikums.

Der Gospelchor «sing2gether» sang sich in die Herzen des Publikums.

Markus Müller

In freudiger Erwartung versammelte sich das zahlreich aufmarschierte Publikum in der frühlingsgrün illuminierten und mit Blumen geschmückten Kirche zum Jahreskonzert des Gospelchors «sing2gether». Wie aus dem Off erschollen plötzlich von allen Seiten erste Takte: «Good News» verkündeten die schwarz-grün gewandeten Protagonisten. Und dann ging es gleich mit dem Knaller «Feel the Rhythm» so richtig zur Sache. Vom ersten Moment an hatte der Chor das Publikum gepackt und liess es volle 90 Minuten lang nicht mehr los.

Flight Attendant Conny Bieri begleitete die Gäste auf eine Reise quer durch Europa und über den Grossen Teich: «Ups and Downs», Turbulenzen und Höhenflüge konnten sie geniessen. Fast schon magisch war das Solo der Sopranistin Daniela Schneeberger, und Showman und Rattenfänger Petter Udland-Johansen fesselte das Publikum mit einer grandiosen Intonation von George Gershwins «’S Wonderful».

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die beiden Instrumentalisten: Pianist Christian Gutfleisch und Violinist Adam Taubitz. Die beiden Profis waren absolut unverzichtbar und für das Programm eine grosse Bereicherung.

Mit Standing Ovations belohnt

Die seriöse Vorbereitung und harte Arbeit machten sich beim Chor durch eine harmonische Darbietung, aber auch durch eine präzise Diktion bemerkbar. Dem war aber noch nicht genug. Die Erfahrung und die gewonnene Souveränität erlaubten den Sängern und Sängerinnen auch mal einen kleinen Flirt mit dem Publikum. Selbst der anforderungsreiche und mit viel Aufwand erarbeitete Beatles-Song «Penny Lane» kam mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Nonchalance daher. Das ist gelebte Musik.

Die Freude am Gesang zog sich durch das ganze Programm. War das Publikum bereits vom Dargebotenen hin und weg, so gab es bei den Zugaben kein Halten mehr: singen, klatschen – jeder konnte sich einbringen. Standing Ovations waren da nur die logische Konsequenz. Die anschliessende Landung in der Realität war hart und wurde nur durch einen Schlummertrunk in der Bar erträglich.