Gretzenbach
Gemeinsam feiern ist schöner: Neue Freunde im Appenzellerland

Gretzenbach geht eine Partnerschaft mit der Ausserrhoder Gemeinde Rehetobel ein. Eine Delegation der Partnergemeinde soll im August das Beizlifest besuchen.

Andrea Walder
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Die Ausserhoder Gemeinde Rehetobel.

Die Ausserhoder Gemeinde Rehetobel.

Appenzellerlinks.ch

Die Ausserrhoder Gemeinde Rehetobel mit rund 1750 Einwohner hat eine Gemeindefreundschaft mit Gretzenbach vorgeschlagen. Gretzenbach wurde angefragt, weil beide Ortkirchen im gleichen Jahr 1669 eingeweiht worden sind. Die «Rechtobler» wollen aktuell eine Gemeindefreundschaft eingehen, weil sie im Jahr 2019 ihre 350-jährige Selbstständigkeit feiern werden. Die daraus folgenden Verpflichtungen sind rein gesellschaftlicher Natur, können aber in Zukunft noch erweitert werden. Der Gretzenbacher Gemeinderat hat dieser Anfrage zugestimmt und lädt eine Delegation an das traditionelle Beizlifest Ende August 2018 nach Gretzenbach ein.

Kreditabrechnungen genehmigt

Der Gemeinderat befasste sich an seiner letzten Sitzung mit diversen Kreditabrechnungen. Es sind dies: Offenlegung des Heuelbachs, Sanierung des Grabackerwegs, Einbau des Deckbelags beim Lismeracker/Staldenacker, Ersatz der ICT-Infrastruktur an der Primarschule, Sanierung der Gemeindehausfassade, Sanierung der Duschen im Schulhaus Meridian sowie die Sanierung der Kindergartenfassade. Erfreulicherweise wurden sämtliche Kredite unterschritten.

Eine massive Kreditunterschreitung resultierte bei der Sanierung des Grabackerwegs. Der Souverän hat im Dezember 2015 dem Kredit von 426'000 Franken zugestimmt. Die Schlussrechnung beläuft sich nun auf 271'004 Franken. Diese Kreditunterschreitung ergibt sich aufgrund einer günstigen Vergabe der Baumeisterarbeiten. Während der Sanierungsarbeiten wurde zudem festgestellt, dass ein Grossteil der Strassenfundation wider Erwarten belassen werden konnte. Der Gemeinderat hat sämtlichen Schlussrechnungen genehmigt.

Musikschulangebot wird erweitert

Die Verantwortlichen des Jugendchors Calypso gelangten an den Musikschulleiter. Leider müsse der Chor aufgelöst werden. Zum einen aufgrund der finanziellen Lage und zum anderen da die Chorleiterin nicht mehr zur Verfügung steht. Auch werden mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder zurücktreten. Der Gemeinderat hat sich zusammen mit dem Musikschulleiter mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Man war sich einig, dass es schade wäre, wenn nach rund 25 Jahren kein Chor mehr angeboten werden kann. Aufgrund dessen, entschied sich der Gemeinderat, ab dem Schuljahr 2018/2019 das Angebot der Musikschule mit einem Chor zu erweitern. Der Unterricht würde 50 Minuten dauern und die Eltern müssten pro Kind einen Jahresbeitrag von 50 Franken leisten. Damit der Chor angeboten werden kann, müssen sich mindestens elf Kinder anmelden.

In Kürze

- Der Gemeinderat genehmigte die Jahresrechnung sowie den Jahresbericht der OJuN 2017. Gegenüber dem Budget 2017 resultiert eine Kostenüberschreitung von 6110 Franken. Verursacht wurde diese Überschreitung aufgrund eines Personalwechsels und eines Mutterschaftsurlaubes der Jugendarbeiterin. Die Jahresrechnung schliesst mit Gesamtkosten von 153 560 Franken. Pro Einwohner ergibt dies 14.23 Franken und zulasten der Gemeinde Gretzenbach 38 443 Franken. Die beeinflussbaren Kosten wurden um rund 4000 Franken gegenüber dem Budget unterschritten. Das erfreuliche Resultat ist auf die Jugendarbeiter zurückzuführen. Diese gehen sehr sparsam mit den finanziellen Mitteln um.

- Das Budget der Zivilschutzregion Niederamt wurde unterschritten. Die Rechnung schliesst mit dem Betrag von 204 013 Franken ab. Die Unterschreitung begründet sich unter anderem mit tieferen Kosten in den Bereichen Funktionsentschädigung, da Vakanzen zu verzeichnen waren sowie mit tieferen Ausbildungs- und Kurskosten. Budgetiert war der Betrag von 249 260 Franken. Die Gemeinde Gretzenbach bezahlt an die Zivilschutzkosten 22 492 Franken.

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