Für die 25 anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern ist die finanzielle Situation der Gemeinde nicht so neu, als das Defizit viel zu reden gegeben hätte.

Kosten im Griff behalten

Bereits im Budget hat man in Trimbach mit einem Verlust gerechnet. Dieser ist nun noch etwas grösser ausgefallen als vorgesehen. Dies vor allem darum, weil weniger Steuern als erwartet eingegangen sind. Es sei sehr schwierig abzuschätzen, gerade die Steuererträge der juristischen Personen, sagte Finanzverwalter Adolf Müller. Zusätzlich habe man in diesem Jahr, nach etlichen Jahren, wo zu wenig Steuereinnahmen budgetiert waren, etwas mutiger gerechnet. «Was aber im Nachhinein der falsche Zeitpunkt war.» Dass in Zukunft mehr Steuern fliessen, davon geht man in Trimbach nicht aus. So kommt Bea Widmer Strähl, stellvertretende Gemeinderätin für das Ressort Finanzen zum Schluss: «Trimbach hat weiterhin ein strukturelles Defizit».

Deshalb sei auch die Steuererhöhung, welche die Gemeindeversammlung im Dezember beschlossen hat, sicherlich notwendig gewesen. Neben dem Minus bei den Steuererträgen schlossen fast alle anderen Bereiche der Rechnung besser ab als budgetiert. Die Fahrtrichtung bei der Kostenkontrolle stimmt also allemal. Die Nettoschuld konnte um fünf Franken pro Einwohner auf 1247 Franken gesenkt werden. Einstimmig wurde die Rechnung mit einem Defizit von 575 000 Franken entgegengenommen.

Grossmehrheitlich, mit insgesamt einer Gegenstimme, wurden drei Reglemente zu Grabe getragen, die durch kantonale Anpassungen ihre Wirkung verloren hatten. So gibt es nun in Trimbach kein eigenes Ladenschluss-, Datenschutz- und Submissionsreglement mehr.

Die Teilrevision der Richtlinien für Schulveranstaltungen wurden ebenso durchgewunken.
Neu müssen Eltern, deren Kinder an der Wintersportwoche teilnehmen, 280 Franken beisteuern. Was einer Erhöhung um 20 Franken gegenüber dem alten Regime bedeutet. Und auch die Gemeinde wird sich mit 20 Franken mehr beteiligen. Dies aus dem einfachen Grund, weil die Billette in den Skigebieten schlicht teurer wurden, wie Bea Widmer Strähl ausführte.

Zum Schluss der Versammlung wurde das neue Abfall-Regime mit den mobilen Entsorgungsstellen von einem Einwohner kritisiert. In der anschliessenden Diskussion zeigte sich, dass das Thema die Dorfbevölkerung tatsächlich stört. Weniger jedoch der Versuch mit den mobilen Stationen als vielmehr das wilde Deponieren von Abfall selbst. (phf)