Starrkirch-Wil

Gemeinderat will keinen Sek-Standortwechsel — trotz umstrittener Schülertarife

Sekundarschüler aus Starrkirch-Wil sollen weiterhin in Olten zur Schule gehen. Auch wenn der Gemeinderat nicht mit der Tarifanpassung einverstanden ist.

Sekundarschüler aus Starrkirch-Wil sollen weiterhin in Olten zur Schule gehen. Auch wenn der Gemeinderat nicht mit der Tarifanpassung einverstanden ist.

Der Gemeinderat von Starrkirch-Wil strebt trotz unterschiedlicher Meinung über die Anpassung der Schülertarife eine weitere Zusammenarbeit mit der Stadt Olten an.

Anlässlich einer Besprechung vom 1. Dezember 2017 hat die Direktion Bildung und Sport der Stadt Olten den Gemeindevertretern von Starrkirch-Wil eröffnet, dass die Stadt Olten eine Anpassung der Schulgeldbeiträge für den Besuch der Starrkirch-Wiler Schüler an der Sekundarstufe I in Olten vornehmen will.

Der Schulgeldbeitrag soll, analog des Tarifs des Regionalen Schulabkommens (RSA) auf das Schuljahr 2018/2019 hin, also per 1. August 2018, von bisher 15'900 Franken auf neu 18'000 Franken pro Schüler erhöht werden.

Dies entspricht einer Erhöhung von über 13 Prozent innerhalb von 3 Jahren, ohne dass jegliche Mehrleistung erbracht wird. Die Mehrkosten für Starrkirch-Wil würden sich somit auf über 70'000 Franken pro Jahr belaufen.

Zusammenarbeit fortsetzen

Der Gemeinderat hat damals festgehalten, dass die Ankündigung der Stadt Olten für eine Anpassung des Schulgeldes per 1. August 2018 nicht fristgerecht erfolgt ist. Eine Anpassung wäre seiner Meinung nach frühestens per Schuljahr 2019/2020 möglich.

Der Rat hat sich nun neuerlich mit diesem Geschäft befasst. Im Rahmen der Diskussionen wurde festgehalten, dass:

  • der Gemeinderat Starrkirch-Wil aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen im Bereich Sekundarstufe I die Zusammenarbeit mit der Stadt Olten in konstruktiver Art und Weise fortsetzen will. Deshalb und auch aus politischen Gründen sieht der Gemeinderat von einem Wechsel des Schulstandortes der Sekundarstufe I ab. Der Widerstand in der Bevölkerung gegen einen Schulortwechsel der Sekundarstufe I, zum Beispiel nach Dulliken, dürfte wohl zu gross sein.
  • der Gemeinderat Starrkirch-Wil die Interpretation der Stadt Olten nicht teilt, dass es ab Sommer 2018 keine Vertragsgrundlage mehr gäbe. Der bestehende Vertrag ist nicht gekündigt. Ferner teilt der Gemeinderat die Sichtweise der Stadt Olten betreffend zeitgerechter Ankündigung nach wie vor nicht.
  • der Gemeinderat Starrkirch-Wil im Sinne der Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit auf erneute Vertragsverhandlungen mit der Stadt Olten auf Basis des aktuellen RSA-Beitrages eintritt. Allerdings muss die Budgetierbarkeit der Schulgeldbeiträge gewährleistet werden können. Der Gemeinderat kann sich einen Tarif vorstellen, der sich am Automatismus des RSA-Beitrages anlehnt, wünscht aber für das Schuljahr 2018/2019 eine Abfederung der Tarifanpassung.
  • Ferner verlangt der Gemeinderat eine verbesserte Transparenz zu den Gründen für die Anpassungen der RSA-Tarife.

Externe Schulevaluation

Im September 2017 wurde die Schule Starrkirch-Wil von einem externen Evaluationsteam der Fachhochschule Nordwestschweiz überprüft. Im Rahmen von schriftlichen Befragungen, Interviews und Schulbesuchen wurden die Daten durch das Team der Fachhochschule Nordwest-schweiz erhoben. Befragt wurden Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern, Schulleitung und Schulsekretariat sowie Mitglieder des Gemeinderates.

Die Ergebnisse dieser Erhebungen mündeten schlussendlich in einen Evaluationsbericht, der nun dem Gemeinderat vorliegt. Der Bericht gibt Auskunft über die Grundfunktionen der Schule, ihr persönliches Profil und die Befindlichkeiten aller Beteiligten. Alle Ampeln stehen auf «Grün».

Aus Sicht des Evaluationsteams zeichnet sich die Schule Starrkirch-Wil durch die hohe Identifikation und Zufriedenheit aller Beteiligten mir ihrer Schule aus. Der Gemeinderat hat vom Schlussbericht über die Externe Schulevaluation (ESE) erfreut Kenntnis genommen.

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