Der Kauf der Liegenschaft an der Neufeldstrasse 6 in Niedergösgen durch das Betreuungs- und Pflegezentrum (BPZ) Schlossgarten, war unter anderem Thema an der letzten Sitzung des Gemeinderates Stüsslingen.

Bereits 2017 konnte das BPZ Schlossgarten die Liegenschaft an der Neufeldstrasse 10 kaufen. Die Möglichkeit, die Nachbarparzelle jetzt ebenfalls erwerben zu können, bietet die einmalige Chance, den beabsichtigten Erweiterungsbau des BPZ Schlossgarten auf diesen beiden Parzellen zu planen.

Der Gemeinderat Stüsslingen hat den durch das BPZ Schlossgarten beantragten Kredit über 660'000 Franken für den Kauf der Liegenschaft einstimmig genehmigt. An der Gemeindeversammlung vom 11. Juni entscheiden dann die Bürger von Stüsslingen ihrerseits über den Kauf der Liegenschaft.

Notfalltreffpunkt definiert

Den regionalen Führungsstäben im Kanton Solothurn wurde durch das kantonale Amt für Militär und Bevölkerungsschutz der Auftrag erteilt, Standorte für Notfalltreffpunkte zu evaluieren, die bei Notlagen (z.B. langdauernder Stromausfall, KKW-Unfall) im Kanton zum Tragen kommen. Wichtige Eckpunkte bei der Suche waren einerseits die gegebene vorhandene Infrastruktur, das Vorhandensein von genügend Parkplätzen und sanitären Einrichtungen wie auch die Vorgabe, dass jeder Einwohner den Notfalltreffpunkt in rund 1 km (10 bis 15 Minuten Fussmarsch) erreichen sollte.

Pro Gemeinde sollte mindestens ein Notfalltreffpunkt definiert werden. Auf Vorschlag des regionalen Führungsstabs definierte der Gemeinderat für Stüsslingen als Notfalltreffpunkt die Mehrzweckhalle. Vom Kanton ist vorgesehen, dass die Notfalltreffpunkte durch den Zivilschutz betrieben werden.

Umfrage für Ortsplanung

Die durch die Planungskommission Stüsslingen lancierte Umfrage bei den Grundstückeigentümern hat viele Erkenntnisse zu deren Bauabsichten in Erfahrung gebracht. Auch die angeschriebenen, landwirtschaftlichen Betriebe äusserten sich über ihre Entwicklung und ihre Zukunftsplanung. Die Inhalte der retournierten Fragebögen werden in den kommenden Wochen in der Planungskommission ausgewertet und in die Ortsplanung einfliessen. Erste Resultate der Ortsplanung sind ab dem dritten Quartal kommunizierbar.
Flurwege elektronisch erfasst

Die Gemeinde muss langfristig den Unterhalt des Wegnetzes im Landwirtschaftsgebiet sicherstellen. Dazu wurden nun alle Flurwege elektronisch erfasst, kategorisiert, deren Zustand beurteilt und nötige Unterhaltsarbeiten für rund 57 Prozent der Gesamtlänge abgeleitet. Weiter wird die Gemeinde die Kosten für diese Massnahmen abschätzen und die Unterhaltsarbeiten nach Dringlichkeit priorisieren. Zudem ist ein Reglement in Arbeit, das Aufgaben, Zuständigkeiten und Finanzierung des Unterhalts der Flurwege regeln soll.