Matthias Geiger betonte, dass ihm die Arbeit im Amt sehr gut gefallen habe. «Andere haben irgendein Hobby als Ausgleich zur Arbeit. Für mich war es ein Ausgleich, etwas für die Gemeinde zu tun», so der 44-Jährige. Doch nun sei es der richtige Zeitpunkt, zu gehen. «Ich habe den Eindruck, dass man sich schwerertut, das Amt abzugeben, je länger man es innehatte.»

Ebenfalls verlässt Gemeinderätin Brigitte Winkel den Rat, weil sie nach Läufelfingen zieht. Der Entscheid sei ihr nicht einfach gefallen und sie werde sicher noch an Wisen denken. Ihre Nachfolge steht noch aus.

Sorgenkind Wasser

Von diesen zwei Meldungen abgesehen verlief die Gemeindeversammlung sehr unkompliziert. Zügig wie üblich führte Finanzverwalter Ruedi Ziegler durch die Rechnung 2015, welche mit einem Ertragsüberschuss von 2 414 Franken schloss. Dieser wurde ins Eigenkapital überführt. Die Sorgenkinder der Rechnung waren die Spezialfinanzierungen, insbesondere das Wasser: Mit einem Aufwandüberschuss von 6 116 Franken in der Wasserversorgung und 20 519 Franken in der Abwasserbeseitigung schlossen diese wenig erfreulich ab.

Um die Wasserpreise nicht erhöhen zu müssen, wurden die fehlenden Summen mit Beiträgen aus den Steuereinnahmen gedeckt, um die Preise nicht erhöhen zu müssen. Diese liegen bei drei Franken pro Kubikmeter Wasser und bei vier Franken pro Kubikmeter Abwasser.

Die für die Deckung des Aufwandüberschusses der Abwasserbeseitigung nötigen 20 519 Franken fanden ihren Weg in die Nachtragskredite, wo die Gemeinde sie einstimmig guthiess.
Einen weiteren Nachtragskredit erforderte die Sanierung der Wohnung oberhalb der Mehrzweckhalle, die sich im Besitz der Gemeinde befindet.

Mit dem Einsetzen eines grösseren Boilers mit Kosten von 12 197 Franken wurde diese für eine erneute Vermietung zurechtgemacht. In den letzten Jahren hatte es häufige Wechsel bei den Mietern und drei Versuche, einen Dorfladen zu betreiben, gegeben. Ziel sei es nun, die Wohnung länger zu vermieten, was auch Geld in die Gemeindekasse bringt. Weiter konnte Finanzverwalter Ziegler den Abschluss der Sanierung von Musikraum und Werkraum vermelden.

Die 16 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung einstimmig.
Ebenfalls zügig ging Gemeindepräsident Geiger die Anpassung an den neuen Kontoplan HRM 2 an sowie die Ergänzungen im Gebührenreglement für Anlassbewilligungen. Die Versammlung genehmigte die beiden Anträge einstimmig.

Stimmung zu Windpark gleich

Was in der Versammlung nicht zur Sprache kam, war das Projekt Windpark auf der Wisner Höhe. Von dieser Zeitung auf die Beschönigungsvorwürfe gegen die ausführende Firma Trianel Suisse AG angesprochen, sagte Geiger, dass die Stimmung unverändert sei.

Die Resultate von drei Wisner, die beim Bezirksgeometer Lerch Weber AG eine zusätzliche Visualisierung in Auftrag gegeben hatten, hätten keine grossen Wellen geschlagen. «Es liegt nicht nur im Interesse des Vereins Wisen ohne Windpark (WoW), dieses Bauvorhaben zu verhindern. Auch der Gemeinderat ist gefordert», so der Gemeindepräsident.

Schliesslich sei das Dorf in Richtung Süden gerichtet und viele Leute blicken auf die geplanten fünf Windräder. «Ich bin persönlich nicht gegen Windenergie, aber dieser Standort ist für uns Wisner ungünstig.»