Die Hitzewelle in den vergangenen Wochen schürte die Angst vor einer Wasserknappheit. Auch im Niederamt. Damit künftig für trockene Phasen ausreichend Wasservorräte vorhanden sind, ersetzen drei Niederämter Gemeinden ihre maroden Anlagen mit neuen Wasserreservoiren.

In Schönenwerd fand der Spatenstich für das Reservoir «Föhren» mit einem Speichervolumen von 3000 Kubikmeter bereits im Oktober 2017 statt. Die Anlage kostet insgesamt rund 4,5 Millionen Franken. Bauherrin ist die Wasserversorgung unteres Niederamt, die durch die Gemeinden Schönenwerd und Gretzenbach getragen wird. Mittlerweile wurden etwa 4800 Quadratmeter Wald gerodet und die Wände der beiden Wasserkammern sind bereits betoniert worden. Die Decke der Anlage wird demnächst drauf gesetzt, sagt Jörg Amsler, Präsident der Wasserversorgung unteres Niederamt.

«Ende Herbst sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, sodass wir anfangs 2019 das Reservoir füllen können», so Amsler. Im Frühjahr 2019 könne die Anlage dann definitiv in Betrieb genommen werden. Das Reservoir ist Teil des Netzverbunds im Rahmen des regionalen Wasserversorgungsplans Olten-Gösgen des Kantons Solothurn. Amsler: «Nur für Schönenwerd und Gretzenbach bräuchte es kein so grosses Reservoir. Aber der regionale Verbund ist wichtig, wenn mal das Wasser knapp wird oder es Verschmutzungen gibt.»

«Wir sind im Plan»

Auch in Stüsslingen laufen die Bauarbeiten für das neue Wasserreservoir auf Hochtouren. Im April 2018 war der Baustart. Derzeit werden die Wände der Anlage betoniert. Kurt Bieber, Präsident der Wasserkommission der Gemeinde Stüsslingen, sagt: «Wir sind im Plan. Dank des trockenen Wetters kamen wir gut mit dem Betonieren voran.» Bis im Herbst soll der Rohbau stehen, sodass während des Winters der Innenausbau erledigt werden kann. Im Frühling 2019 sollte das neue Reservoir den Betrieb aufnehmen können.

In Stüsslingen werden derzeit die Wände des Reservoirs betoniert. Im Frühjahr 2019 soll die Anlage fertig sein.

In Stüsslingen werden derzeit die Wände des Reservoirs betoniert. Im Frühjahr 2019 soll die Anlage fertig sein. 

Einzig der Bau der neuen Wasserleitungen verzögert sich derzeit noch: «Es ist noch eine Einsprache beim Kanton hängig, darum konnten wir mit dem Verlegen der Leitungen nicht beginnen», sagt Bieber. Er hoffe auf eine baldige Erledigung der Einsprache durch den Kanton. Für den Neubau des Reservoirs brauche es diese neuen Leitungen nämlich: Denn neben der Wasserleitung sollten auch sogenannte Steuerkabel verlegt werden, mit denen die Wasserversorgung gesteuert und überwacht wird. «Für den Betrieb des Reservoirs sind wir darauf angewiesen», so Bieber.