Finanzverwalter Wolfgang Fahrer konnte am Montagabend den 33 Stimmberechtigten, die in der Mehrzweckhalle Winznau zur Rechnungsgemeinde zusammengekommen waren, eine ausgewogene Jahresrechnung 2017 präsentieren. Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 155'368 Franken ab. Das Budget war noch von einem Defizit von 87'455 Franken ausgegangen.

Grössere Ausgaben als budgetiert wurden im Bereich Bildung vorgenommen, dafür fielen die Ausgaben beim Sach- und Betriebsaufwand geringer aus. Im vergangenen Jahr wurden Investitionen in der Höhe von 1,49 Millionen Franken getätigt. Die grössten Brocken entfielen auf die Sanierung der Brunnackerstrasse mit 387'386 Franken und die Anschaffung der neuen Strassenbeleuchtung mit 662'549 Franken. Die Versammlung stimmte der Rechnung 2017 ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung zu.

Umstrittene Entschädigungen

Das wichtigste Traktandum war nebst der Genehmigung der Jahresrechnung 2017 die Totalrevision des Musikschulreglements. Diese wurde nötig, weil sich das 2016 eingeführte kantonale Staatsbeitragssystem auf die Entlöhnung der Musiklehrer auswirkt. Ausserdem ist die Besoldung, die bislang im Musikschulreglement geregelt war, neu Bestandteil der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO). Deshalb zog die Erneuerung des Musikschulreglements auch eine Teilrevision der DGO nach sich.

Während das Reglement von der Gemeindeversammlung diskussionslos und einstimmig gutgeheissen wurde, lieferte die Anpassung der DGO mehr Diskussionsstoff – insbesondere die Ergänzungen in jenem Anhang, der die Entschädigungen für Kommissionsmitglieder regelt. So werden neu alle ausserordentlichen Aufwendungen, die nicht in der Pauschalentschädigung enthalten sind, mit einem Stundenansatz von 22 Franken entlöhnt.

Ein Votant monierte, dieser Ansatz sei eher tief bemessen. Reto Viehweg, der als Präsident der Planungskommission das Geschäft präsentierte, stimmte dieser Einschätzung zu: «Es ist tatsächlich so, dass die Ansätze für Personen, die im Dienst der Gemeinde arbeiten, generell eher tief sind». Die 22 Franken seien als Mittelwert zu verstehen. Eine weitere Wortmeldung drehte sich um die Frage, weshalb nicht alle Kommissionspräsidien dieselbe Pauschalentschädigung erhielten.

So werde das Präsidium der Baukommission mit 7100 Franken vergütet, dasjenige der Umweltkommission nur mit 4500 Franken. An dieser Stelle verwies Gemeindepräsident Daniel Gubler auf den Umstand, dass die Höhe der Pauschalentschädigungen gar nicht zur Debatte stünde. In der anschliessenden Abstimmung wurde die Teilrevision der DGO mit 26 Ja- zu 5 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen.

Am Ende der Versammlung gab Gubler Informationen aus dem Gemeinderat weiter. Unter anderem habe dieser grünes Licht für die Umzonung von Bauland im Gebiet Büelacker gegeben. Ausführlichere Angaben zum Projekt und zum Mitwirkungsverfahren würden nächste Woche bekannt gegeben.