Gretzenbach
Gemeinde will Spritzenhaus verkaufen

Der Souverän entscheidet im Juni über den Verkauf des Spritzenhauses an der Gemeindeversammlung.

Andrea Walder-Flury
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Für das Spritzenhaus an der Ecke HasengasseAm Stalden hat die Gemeinde keinen Gebrauch mehr.

Für das Spritzenhaus an der Ecke HasengasseAm Stalden hat die Gemeinde keinen Gebrauch mehr.

Hans Beer

Der Gemeinderat von Gretzenbach beantragt der kommenden Gemeindeversammlung vom 12. Juni den Verkauf des Grundstücks Nummer 784 inklusive Spritzenhaus. Zudem soll der Souverän über die Bildung eines Friedensrichterkreises mit Schönenwerd und Eppenberg-Wöschnau entscheiden.

Seit längerer Zeit besteht von Seiten der Schneider Immobilien AG, Gretzenbach ein Interesse, das Grundstück gegenüber der Metzgerei am Stalden zu erwerben. Nachdem nun die Bauarbeiten Hasengasse abgeschlossen sind, steht einem solchem Verkauf gemäss der Meinung des Gemeinderates nichts mehr entgegen. Die Einwohnergemeinde hat für das Spritzenhaus keinen Gebrauch mehr, da die Festbänke zwischenzeitlich im Werkhof eingelagert sind.

Unterhalt wird teuer

«Gmeind» am 12. Juni

Der Gemeinderat hat die Traktandenliste für die Gemeindeversammlung vom 12. Juni verabschiedet. Sie wird unter anderem über die Rechnung 2016, den Verkauf des Spritzenhauses und die Bildung des Friedensrichterkreises entscheiden. Die Versammlung findet in der Bibliothek Meridian statt und beginnt um 19.30 Uhr. (aw)

Zudem stehen gemäss dem aktuellen Liegenschaftskataster der Gemeinde Gretzenbach hohe Investitionskosten für den Unterhalt des Spritzenhauses an. Im Keller befindet sich noch das Steinmuseum, welches durch die Bürgergemeinde vor dem Eigentümerwechsel geräumt werden muss. Das Landstück inklusive Spritzenhaus soll der Schneider Immobilien AG zum Preis von 85 500 Franken verkauft werden. Der Souverän kann an der kommenden Versammlung darüber entscheiden.

Friedensrichterkreis bilden

Die jetzige Friedensrichterin Ursula Tännler hat mitgeteilt, dass sie nicht für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung steht. Aufgrund dessen hat der Gemeinderat die Organisation des Friedensrichteramtes diskutiert. Wegen der Neuregelung des Gerichtswesens verlieren die Friedensrichter einen Teil ihrer Praxis, und der Aufwand für eine Verhandlung wird dann unverhältnismässig gross für eine kleinere Gemeinde.

Es ist möglich, einen Friedensrichterkreis zu bilden. Die Gemeinden Schönenwerd und Eppenberg-Wöschnau arbeiten in diesem Bereich bereits zusammen und wären mit einer Erweiterung einverstanden. Sämtliche Gemeindeversammlungen müssen allerdings dem neuen Vertrag zustimmen.

Der Gemeinderat Gretzenbach beantragt dem Souverän, dem neuen Vertrag über die Bildung eines Friedensrichterkreises zwischen den Einwohnergemeinden Schönenwerd, Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau zuzustimmen. Nach Genehmigung der Mitgliedsgemeinden und der Gerichtsverwaltung würde der Vertrag per 1. September 2017 in Kraft treten. Somit wäre dann ein Friedensrichter, welcher durch die Gemeinderäte noch gewählt werden müsste, für alle drei Gemeinden zuständig.

Regelverstösse im Bally-Park

Leider halten sich im Bally-Park viele Personen nicht an die Regeln. Die Verstösse haben vor allem bei Velofahrern, Töfflifahrern und Hundehaltern zugenommen. So wird beispielsweise die Leinenpflicht missachtet und die roten Fussgängerwege werden verbotenerweise befahren. Man prüft nun, ob die Beschilderung ergänzt und vermehrt Kontrollen durchgeführt werden müssen.

Erfolgreicher Abschluss

Manuela Bertolami, Leiterin Einwohnerdienste und Sekretärin der Bau- und Werkkommission, durfte vor kurzem das Diplom für das «Certificate of Advanced Studies FHNW – Stufe II, öffentliches Gemeinwesen Gemeindeverwalterin Kanton Solothurn» entgegennehmen. Im CAS-Studium Stufe II wird den Absolventen die Fachkompetenz zur Erlangung der Fähigkeit auf Niveau Finanzverwaltung/Gemeindeschreiberei vermittelt. Der Gemeinderat wie auch die Gemeindeverwaltung gratulieren Manuela Bertolami zum sehr erfolgreich abgeschlossenen Zertifikationslehrgang. Diese Fachkompetenz ist für die Gemeindeverwaltung eine zusätzliche Bereicherung.

Anna Sommer, welche dieses Jahr die Lehre als Kauffrau E-Profil abschliesst, wird anschliessend die Berufsmatura absolvieren. Der Gemeinderat genehmigt eine temporäre Anstellung von 3 Monaten zu 100 Prozent. Aufgrund des gesprochenen Kredites kann die Anstellung nach den Bedürfnissen der Verwaltung auf mehrere Monate mit einem Teilpensum aufgeteilt werden. Zum einen soll die Anstellung der Einarbeitung des neuen Lernenden dienen, zum andern für die Registrierung der alten Verlustscheine in das dafür vorhandene Programm.

In Kürze: Gestaltungsplan «Im Grund»: Eine Einsprache

- Gegen den Gestaltungsplan «Im Grund» Buddhistisches Zentrum ging während der öffentlichen Auflage eine Einsprache ein. Diese wurde durch den Gemeinderat vollumfänglich abgelehnt. Die meisten Einsprachepunkte müssen im Baubewilligungsverfahren geklärt werden.

- Der Erschliessungsplan Weid West wurde durch den Regierungsrat genehmigt. Zwischenzeitlich konnten die Baumeisterarbeiten für die Erschliessung vergeben werden. Das wirtschaftlichste Angebot hat die Firma Gebr. Huber AG, Tiefbau, Wöschnau einge-reicht. Die Sanitärarbeiten werden durch die Firma Amsler Sanitär & Heizung GmbH ausgeführt.

- Der Gemeinderat verabschiedet die Rechnung der Sekundarschule Unteres Niederamt. Der Gemeinde Gretzenbach wird der Betrag in der Höhe von 747 267 Franken belastet.

- Die Gemeindeversammlung hat am 5. Dezember 2016 mit der Genehmigung des Budgets 2017 unter anderem auch dem Kredit von 75 000 Franken für die Sanierung des Gemeindehauses zugestimmt. Die Werkkommission hat diverse Abklärungen vorgenommen und festgestellt, dass die Sanierung nur durch ein Fachgeschäft, welches mit der Technik des Aufbringens vertraut ist, ausgeführt werden kann. Aufgrund dessen konnten leider keine einheimischen Gipsergeschäfte und Maler berücksichtigt werden. Der Gemeinderat beschloss auf Antrag der Werkkommission die Sanierungsarbeiten Fassade der Firma Estermann Gipserunternehmen AG, Zofingen, zu vergeben.

- Das Einweihungsfest der Köllikerstrasse war ein grosser Erfolg. Erfreulich ist für den Gemeinderat, dass so viele Einwohner an diesem Tag dabei sein konnten.

- Während der drei Wochen vom 17. Juli bis 4. August ist der Schalter- und Telefondienst der Gemeindeverwaltung Gretzenbach auf den Vormittag beschränkt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass während dieser Sommerferienzeit der Schalterdienst nur sehr spärlich beansprucht wird. Dies gibt den Verwaltungsangestellten die Möglichkeit, Überstunden zu kompensieren. (aw)