Lostorf

Gemeinde hat Ausbau von Fuchslochstrasse geplant

Am Montagabend befand der Gemeinderat von Lostorf an seiner Sitzung über mehrere Geschäfte.

Am Montagabend befand der Gemeinderat von Lostorf an seiner Sitzung über mehrere Geschäfte.

Der Gemeinderat Lostorf beriet über den Ausbau der Fuchslochstrasse und den Abbruch der Liegenschaft am Schulweg 1.

Am Montagabend befand der Gemeinderat von Lostorf an seiner Sitzung über mehrere Geschäfte. Zuerst wurde der Ausbau der Fuchslochstrasse diskutiert: Die Strasse erschliesst im südlichen Bereich einen grossen Teil der noch nicht überbauten Industrieflächen. Gemäss dem gültigen Strassen- und Baulinienplan aus dem Jahr 2002 ist ein Ausbau auf eine Breite von sechs Metern und eine Änderung der Kreuzungsgeometrie bei der Einmündung in die Industriestrasse vorgesehen.

Zudem besteht laut dem generellen Entwässerungsplan (GEP) und der generellen Wasserversorgungsplanung (GWP) ein Neuerschliessungsbedarf in diesem Gebiet. Auf einem bisher noch unerschlossenen Grundstück an der Fuchslochstrasse soll im kommenden Jahr ein neuer Werkhof eines ortsansässigen Unternehmens entstehen. Aus diesem Grund ist die Gemeinde nun verpflichtet, die Erschliessung der Strasse vorzunehmen.

Bei drei Planungsbüros holte der Gemeinderat Honorarofferten für die Planungsarbeiten des Strassenausbaus und der Erschliessung ein. Der Rat hat einen Planungskredit von 30'000 Franken genehmigt und den Planungsauftrag an das Oltner Ingenieurbüro KFB Pfister vergeben.

Nach der Auftragserteilung werden die Planungsarbeiten umgehend in Angriff genommen, sodass im Frühling 2019 die öffentliche Auflage der Perimeterpläne erfolgen und der Kreditantrag an der Gemeindeversammlung im Frühling unterbreitet werden kann. Bei der Strassenplanung werden geeignete Massnahmen geprüft, damit keine «Rennstrecke» entsteht, so der Gemeinderat. Die Erschliessung des Schwerverkehrs soll von Süden her erfolgen.

Mehr Bewegungsfläche für Pferde

Als weiteres Geschäft wurde über den Zonen- und Gestaltungsplan «Senn» beraten. Dieser ist heute rechtsgültig und besteht über drei verschiedene Parzellen, mit Sonderbauvorschriften. Die Planung teilt das Gebiet einer Spezialzone im Sinn einer Bauzone zu und regelt die Bebauung des Areals. 1998 hat der Regierungsrat eine Änderung des Gestaltungsplans zum Zweck einer Erweiterung der Anlage in nordöstliche Richtung genehmigt und damit der baulichen Erweiterung der Hengststation zugestimmt.

Jetzt ist erneut eine Änderung des Zonen- und Gestaltungsplanes vorgesehen, indem die planerischen Voraussetzungen für die Realisierung einer neuen Trainings- und Bewegungsfläche für Pferde auf dem nördlichen Bereich der Parzelle geschaffen werden sollen. Zudem sind Parkierungs- und Umschlagsflächen geplant. Die dazu erforderliche Fläche von insgesamt 9407 Quadratmeter soll aus der Landwirtschaftszone neu der Spezialzone zugeordnet sowie gleichzeitig der südliche und östliche Bereich der Parzelle mit einer Fläche von 15 253 Quadratmeter aus der Spezialzone der Landwirtschaftszone zugewiesen werden. Damit wird die Spezialzone, also die Bauzone, um eine Fläche von insgesamt 5846 Quadratmeter verkleinert. Das kantonale Bau- und Justizdepartement hat die Änderungen einer Vorprüfung unterzogen.

Der Lostorfer Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Änderung des Gestaltungsplans «Hengststation Senn» zur 30-tägigen Auflage gutgeheissen. Falls keine Einsprachen eingehen, kann der Gestaltungsplan beim Regierungsrat zur Genehmigung eingereicht werden.
Im Budget 2018 der Gemeinde Lostorf waren die Kosten für den Abbruch der Liegenschaft «Schulweg 1» vorgesehen. Dort war früher die Schreinerei Annaheim stationiert. An der Sitzung vom 12. November hatte der Rat einen Widererwägungsantrag gutgeheissen. Nach dem Abbruchentscheid des Gemeinderates ist Widerstand gegen die endgültige Räumung und den Abbruch der Liegenschaft «Schulweg 1» erfolgt. Der Gemeinderat hat nun entschieden, den Abbruch zu sistieren und eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine mögliche Weiterverwendung der Liegenschaft prüfen soll. Verbindliche Ergebnisse sollen bis Ende 2019 vorliegen.

Zuletzt informierte der Gemeinderat noch über einige neue Entwicklungen. Erstens fand kürzlich ein Gedankenaustausch mit der Sozialregion Oberes Niederamt statt. Der Rat wurde über die aktuellsten Entwicklungen und das Thema Sozialhilfe informiert. Weiter wird beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau ein Gesuch für die Entschädigung der Fahrkosten der Strecke Mahren-Lostorf eingereicht. Das Gesuch für Entschädigung umfasst Schüler aus Mahren von Kindergarten bis Ende der 4. Primarschulklasse.

Ausserdem leuchten dieses Jahr erstmals im Dorf die Weihnachtssterne an den Kandelabern. Für die Hauptstrasse Nord wurden ebenfalls Weihnachtssterne angeschafft. Im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung und dem Umbau der Hauptstrasse Nord wurden dort die Weihnachtssterne aber bewusst noch nicht montiert. (MGT)

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