«Schönenwerd – einfach schön.» – so lautet der neue Claim der Gemeinde, der am Montagabend an der Rechnungsgemeindeversammlung im Casinosaal vorgestellt wurde. Mit dem neuen Markenzeichen will sich die Gemeinde nach aussen hin präsentieren. Im grauen Schriftzug auf weissem Hintergrund ist der Buchstabe «ö» jeweils als gelbe Sonne dargestellt. «Der Claim soll sich harmonisch in den Ortsnamen einfügen und eine warme und behagliche Stimmung ausdrücken», erklärte Gemeindepräsident Peter Hodel dem anwesenden Souverän.

Das neue Logo ist im Zuge der Diplomarbeit von Gemeindeschreiberin Mirela Todorovic entstanden und wurde mit der Unterstützung eines lokalen Grafikdesigners und weiterer Dorfbewohnern kreiert. Die Einführung erfolgt schrittweise. Als Erstes stehen die Dorfbroschüre und die Homepage an. Letztere soll auch für Smartphones benutzerfreundlicher werden.

Folgen sollen dann noch Briefe, Mails, Plakate, Flyer. Das Gemeindewappen als bisheriges Markenzeichen verschwindet von den genannten Schriftstücken. «Wir finden es aber nicht etwa unschön», versicherte Hodel. Bei den Stimmberechtigten kam das neue Design jedenfalls gut an, wie aus dem spontanen Beifall zu schliessen war.

Erneut Ertragsüberschuss

Haupttraktandum des Abends bildete indes die Jahresrechnung 2017. Diese schliesst mit einem Plus von 1'652'000 Franken. Damit schreibt Schönenwerd zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen. Gemeinderat Beat Keller, Ressortleiter Finanzen, erklärt das gute Ergebnis mit der Disziplin bei den Ausgaben. Die Gemeinde konnte im letzten Jahr von nicht planbaren Steuereinnahmen profitieren, vor allem von juristischen Personen. «Der Wirtschaft scheint es gut zu gehen», meinte Finanzverwalter Markus Lüscher. Mehr Geld gab die Gemeinde derweil in den Bereichen Bildung und soziale Sicherheit aus. Ersteres resultiert aus höheren Schülerzahlen, Letzteres aus Vorgaben des Kantons.

Die 34 von insgesamt 2592 anwesenden Stimmberechtigten stimmten ausserdem über Nachtragskredite in der Höhe von 856'000 Franken ab. Diese beinhalteten unter anderem höhere Ausgaben für die Feuerwehr sowie Mehrkosten für den Lastenausgleich in der Sozialhilfe.

Einstimmigkeit im Casinosaal

Es herrschte Einigkeit am Montagabend im Casinosaal. Alle Traktanden, über die es abzustimmen galt, wurden einstimmig angenommen. Neben der Erfolgsrechnung und den Nachtragskrediten waren dies die Spezialfinanzierungen und der Jahresbericht der Unternehmung Wasserversorgung unteres Niederamt. Auch der Aufhebung des Reglements über die Organisation und Durchführung der Kontrolle von Feuerungsanlagen wurde zugestimmt. «Dies hat damit zu tun, dass heute jeder Eigentümer selbst in der Verantwortung steht und den Kaminfeger selber aussuchen und aufbieten muss», erläuterte Gemeinderat Walter Fürst.