Erlinsbach SO

Gäste geniessen Glace und Gespräche im «Imbiss»

Dima Mousa in ihrem Imbiss an der Aare in Erlinsbach.

Dima Mousa in ihrem Imbiss an der Aare in Erlinsbach.

Bei Dima Mousa in Erlinsbach SO können sich Spaziergänger, Badegäste und Velofahrer seit zwei Jahren verpflegen.

«Super, ein Besuch lohnt sich immer», steht bei den Google-Rezensionen geschrieben. Zum Kommentar gibt es dazu fünf Sterne für den «Imbiss» in Erlinsbach SO an der Aare. Insgesamt hat der «Imbiss» 4,7 Sterne von fünf. Die Kommentierenden sind sich einig: Das Essen ist gut, die Bedienung freundlich und der Ort eine Idylle.

Cervelat, Jalapeños, Glace, Bier und Kaffee

Die Imbissbude liegt direkt neben der Aare beim Eniwa-Betriebshäuschen, auf der kleinen Insel zwischen Schönenwerd und Erlinsbach. Überquert man die Aare von der Erlinsbacher Seite her, sieht man auf der linken Seite den Mitteldamm. Dieser soll gemäss der Pläne des Energiedienstleisters bald einem neuen Aareverlauf weichen (wir berichteten).

Hinter dem Eniwa-Betriebshäuschen versteckt sich der «Imbiss». Vor dem Wagen ist ein Pavillon aufgestellt, der Schatten spendet. Am Wegesrand entlang stehen Holztische und Stühle, wo schon ein Mann mit seinem Hund sitzt.

Dima Moussa führt den «Imbiss» alleine

Dima Mousa steht hinter dem Tresen. Sie führt diesen Imbisswagen seit Sommer 2017. Die Hunzenschwilerin öffnet den Imbiss nur bei schönem Wetter. «Ich habe keine fixen Öffnungszeiten, denn ich führe den Stand alleine», sagt sie. Am Wochenende bekomme sie aber Unterstützung von ihrer Familie. Denn dann sei es nicht mehr möglich, den Stand alleine zu führen. Bei vielen Leuten könne sie nicht das Essen zubereiten und gleichzeitig bedienen. Obwohl sie nicht viel Platz zum Kochen hat, bietet Mousa neben der obligaten Cervelat und der Bratwurst auch Hamburger, Pommes und Jalapeños an. Es laufe gut, meint sie.

«Hier finde ich es wirklich traumhaft schön»

Trotz der drückenden Hitze ist es im Schatten unter den Bäumen angenehm, wo Mousa Tische und Stühle aufgestellt hat. Kühle Luft kommt von der Aare bis zum «Imbiss» hoch.
Die Bude ziehe ganz verschiedene Leute an. Zum einen habe sie viele Stammgäste, sagt Mousa und grüsst während des Gesprächs eine vorbeigehende Frau mit Namen. Auch viele Leute, die hier vorbeiwandern oder mit ihrem Hund Gassi gehen, machten gerne für ein Bier bei ihr Halt. Später nutzt ein velofahrendes Trio die Gelegenheit für eine Pause. Sie bestellen Pommes und verbringen ihre Mittagspause an diesem lauschigen Ort.

Mousa sagt, sie führe diesen Imbiss gerne und kenne die Leute gut, die regelmässig kommen. Dabei gefalle es ihr, dass sie auch mal Zeit für einen Schwatz habe. So habe sie erst am Sonntag den Imbiss kurz vor Mitternacht geschlossen, denn sie habe noch mit einem Gast lange geredet und die Zeit vergessen. «Manchmal muss ich mich fast zwingen, nach Hause zu gehen. Hier finde ich es wirklich traumhaft schön», sagt sie.


Dima Mousa hat es geschafft, obwohl es fast keine Infrastruktur vor Ort hat, dass den Gästen nichts fehlt. Trotzdem hofft sie, dass Eniwa die Pläne umsetzt und bald Duschen und WCs installiert. Das würde ihren «Imbiss» aufwerten.
Judith Frei

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