Eine sechs Meter breite Strasse, 17 500 Fahrzeuge am Tag, ein neuer Fussgängerübergang mit Verkehrsinsel. So die Sachlage, doch der Bau kommt nicht zur Ruhe. Rolf Sommer, SVP-Kantonsrat, kann weiterhin nicht verstehen, warum der Fussgängerstreifen «Im Schäfer» an dieser Stelle zu liegen kommt.

Kein Durchgang für Fussgänger?

Denn die angrenzende Strasse «Im Bad» sei eine Privatstrasse und eigentlich dürfte sie gar nicht befahren werden. Wenn man dies nun von der Gemeinde her durchsetzen würde, dann sei die Verkehrsinsel, also der Fussgängerübergang, gar nicht notwendig. Schliesslich dürfte die Strasse streng genommen auch nicht von Fussgängern benutzt werden. Soweit die Argumentation von Sommer in Kurzfassung.

Gemeinderat und Ressortleiter Bau-, Planung und Infrastruktur Patrick Strahm sieht dies anders als sein Parteikollege. Unabhängig davon, ob die «Im Bad» nun eine Privatstrasse sei, sei die neue Realisierung des Fussgängerstreifens wichtig. «Ich bin vor 12 Jahren als Gemeinderat angetreten und habe mir damals schon auf die Fahne geschrieben, die Verkehrssicherheit im Dorf zu erhöhen», so Strahm. Und das sei nun an der besagten Stelle geschehen.

Der Standort sei ein Kompromiss, doch ein sinnvoller. Denn schliesslich laufe niemand über den Fussgängerstreifen beim Kreisel, wenn er vom Bus in Richtung Däniken ins Quartier «Im Schäfer» oder gar in Richtung Avia-Tankstelle müsse. Und weiter in Richtung Olten hätte man den Fussgängerstreifen auch nicht versetzen können, weil er sonst sicher nicht genutzt würde. «Ich bin auch kein Freund von Verkehrsinseln», so Strahm. Aber dort machesie Sinn. Vor allem wenn man bedenke, dass es bei diesem Übergang auch schon schwere Verkehrsunfälle mit Passanten gab.

Auslöser für den Bau des neuen Fussgängerübergangs sei die Voranfrage des Besitzers des alten Restaurants Kreuz, der dort eine Überbauung plane. Daraus entstand der Wunsch, die Situation für die Fussgänger an dieser Stelle zu verbessern, so Strahm. Und man wollte nicht noch länger warten, bis die Überbauung dann wirklich kommt, und die Sicherheit für die Fussgänger möglichst rasch verbessern.