Däniken
Fünf Millionen Franken für Glasfasernetz – in Däniken surft es sich bald ultraschnell

Nach siebenjähriger Bauzeit sind in Däniken bald alle Haushalte ans neue Glasfasernetz angeschlossen. Die Gemeinde sieht im neuen Glasfasernetz Vorteile für die ganze Bevölkerung und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.

Kelly Spielmann
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Unter der Verlegung der Kabel musste der Boden zwar leiden, die Bevölkerung kann dafür schneller surfen.

Unter der Verlegung der Kabel musste der Boden zwar leiden, die Bevölkerung kann dafür schneller surfen.

Zur Verfügung gestellt

Das neue Glasfasernetz steht den Einwohnerinnen und Einwohner Dänikens ab sofort zur Verfügung. «Es ist ein sehr modernes und unheimlich schnelles Glasfasernetz», so Gemeindepräsident Gery Meier auf Anfrage. Nach gesamthaft siebenjähriger Bauzeit wurde das Projekt per Ende April 2017 zeitgerecht fertiggestellt.

Doch das Däniker Netz ist kein normales Glasfasernetz. Aus der Einschätzung über die künftige Nutzung von Kommunikationsinfrastrukturen und der Annahme, dass der Bedarf an Übertragungskapazität künftig stark zunehmen wird, wurde 2011 das Projekt «Netz 2020» gestartet. Im «Netz 2020» sind neu auch die Anschlüsse innerhalb der Zellen mit Glasfasern realisiert. «Wir sind noch einen Schritt weiter gegangen», so Gery Meier. «Wir haben alle 1300 Haushalte auf dem Däniker Gemeindegebiet am neuen Netz angeschlossen», fügt er an.

Infrastruktur gehört Gemeinde

Weiter unterscheidet sich das neue Glasfasernetz von anderen seiner Sorte durch die Tatsache, dass es nicht einem Provider oder Telekommunikationsanbieter gehört, sondern der Gemeinde selber. Nachdem die Däniker Gemeindeversammlung im November 2013 die Übernahme des Kommunikationsnetzes auf dem Däniker Gemeindegebiet von der Genossenschaft Yetnet Kabelnetz Däniken genehmigte, wurde in der Gemeinde eigens dafür eine gemeindeeigene Aktiengesellschaft gegründet. Diese Aktiengesellschaft, die Kommunikationsnetz Däniken (KND), verfolgte laut einer Medienmitteilung – wie auch die Gemeinde – von Beginn an das Ziel, eine leistungsstarke und zukunftsfähige Kommunikationsinfrastruktur bereitzu-
stellen, die im Besitz der Gemeinde ist.

«Das Kommunikationsnetz sollte, wie auch das Wasser-, das Strassen- und das Elektronetz, im Besitz der Gemeinde bleiben», äussert sich Gemeindepräsident Meier dazu. Die Kommunikationsnetz Däniken AG bietet auf dem Netz jedoch keine eigenen Dienste an, sondern stellt das Glasfasernetz anderen Providern zur Verfügung, welche der Gemeindefirma eine Nutzungsgebühr bezahlen. So habe beispielsweise die Swisscom einen Beitrag an die Herstellung geleistet, um das Netz während dreissig Jahren nutzen zu können.

Infoanlass für Bevölkerung

Um die neuen Möglichkeiten, die das Glasfasernetz der Bevölkerung bietet, besser kennenzulernen, findet am Donnerstag, 29. Juni, um 19 Uhr eine Infoveranstaltung in der Bühlhalle statt. Die drei Anbieter Swisscom, Init7 und Yetnet/Quickline werden jeweils einen Stand haben, an welchem sie die Besucher über ihre Angebote informieren werden. Die Elektro Schibo AG wird ebenfalls am Informationsabend anwesend sein, um den Interessenten alle Fragen zur Installation zu beantworten.

Die Kosten für das Glasfasernetz betrugen rund fünf Millionen Franken. Zwei Millionen davon wurden von der Gemeinde als Darlehen gewährt. Die anderen drei Millionen wurden teils durch die Swisscom, teils durch die KND bezahlt.

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