Schönenwerd
Frühzeitiger Protest gegen Post-Schliessung

Der Gemeinderat sorgt sich um die Poststelle im Dorf. Für eine mögliche Schliessung hätte er absolut kein Verständnis.

Merken
Drucken
Teilen
Die Gemeinde Schönenwerd hat Angst um ihre Poststelle.

Die Gemeinde Schönenwerd hat Angst um ihre Poststelle.

Bruno Kissling

Medienberichten konnte entnommen werden, dass die künftige Ausgestaltung des Poststellennetzes aktuell rege diskutiert wird. Der Gemeinderat Schönenwerd zeigt sich über eine mögliche Schliessung der Poststelle in Schönenwerd und die durch die Post festgelegten Beurteilungskriterien empört: Schönenwerd ist weder Kantons- noch Bezirkshauptort, die Einwohnerzahl liegt unter 20 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Da die Gemeinde diese Kriterien nicht erfüllt, zieht die Post nun eine Schliessung in Erwägung.

An seiner Sitzung von dieser Woche beschloss der Gemeinderat, sich frühzeitig schriftlich bei der Post in Bern zu einer möglichen Schliessung der Poststelle zu äussern. Die Schönenwerder Poststelle sei sehr gut erschlossen und zentral gelegen, hält er fest. Nicht nur die Schönenwerder Bevölkerung besuche diese Poststelle. Schönenwerd sei eine der grössten Gemeinden im Niederamt.

«Die durch die Verantwortlichen festgelegten Parameter sind realitätsfremd und, aus Sicht des Gemeinderates, reine Willkür», teilt der Gemeinderat in seinem Pressbericht mit. Er kommt zum Schluss: «Eine Schliessung der Poststelle in Schönenwerd wäre für den Gemeinderat nicht nachvollziehbar und inakzeptabel.»

Kommissionen zusammenlegen

Der Ressortleiter Bau/Planung/Werke und die Bauverwaltung beantragten nach Rücksprache mit den Kommissionsmitgliedern eine Zusammenlegung der Bau- und Wasserkommission mit der Planungs- und Verkehrskommission. Sie begründen den Antrag damit, dass unnötige Schnittstellen und Sitzungen wegfallen würden und somit effizienter gearbeitet werden könnte. Mit einer Zusammenlegung würde eine klare Zuständigkeit vorliegen und die Lösungen kämen aus einer Hand.

Der Gemeinderat stimmte einer Zusammenlegung ab der Amtsperiode 2017/21 zu und wird der Gemeindeversammlung im Juni einen entsprechenden Antrag stellen. Die neue Kommission nennt sich die Bau- und Planungskommission und besteht aus sieben Mitgliedern. (mgt)