Dulliken
Frühe Förderung nimmt Fahrt auf

An einer Sitzung sprach der Dulliker Gemeinderat zwei Kredite über insgesamt 58'000 Franken für die Pilotphase der Frühen Förderung.

Andreas Gervasoni
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Die Kleinen sollen gut vorbereitet in den Kindergarten eintreten. (Archiv)

Die Kleinen sollen gut vorbereitet in den Kindergarten eintreten. (Archiv)

Anlässlich seiner Beratungen vom letzten Montag absolvierte der Dulliker Gemeinderat eine eigentliche Marathonsitzung. Zuerst ging es um die Umsetzung des Projekts «Frühe Förderung». Durch geeignete Massnahmen will die Gemeinde sicherstellen, dass bereits die ganz Kleinen erfasst werden, damit sie gut vorbereitet in den Kindergarten eintreten und später leichter Anschluss in der Schule finden. Im Vordergrund steht die Förderung fremdsprachiger Kinder, aber nicht ausschliesslich.

Die Projektgruppe, bestehend aus Mirjam Steiner, Präsidentin der Spielgruppe Kunterbunt, Andrea Bolliger, Projektverantwortliche, sowie Gesamtschulleiter Frank Müller stellte dem Gemeinderat die konkreten Umsetzungspläne vor. Bereits im Zusammenhang mit der Mütter- und Väterberatung sollen in Zukunft die Eltern auf die spezifischen Gegebenheiten hingewiesen, beraten und im Rahmen der Krabbelgruppe und von gelegentlichen Hausbesuchen aktiv unterstützt und begleitet werden.

Damit will man kulturelle Unterschiede abfedern und den Eltern die Gepflogenheiten unserer Kultur näher bringen. In Kenntnis der Anforderungen von Spielgruppe, Kindergarten und Schule können diese ihre Kinder besser darauf vorbereiten.

Kredit genehmigt

Für die Projektphase bis 2020 sprach der Gemeinderat einen Kredit von total 48 000 Franken und er stimmte einer entsprechenden Zusatzvereinbarung mit der Arkadis Olten zu; dies als Ergänzung zum Grundangebot der Mütter- und Väterberatung.

Bei den etwas älteren Kindern übernimmt die Spielgruppe Kunterbunt die Frühe Förderung. Diese wird ihr Angebot deutlich erhöhen und zusätzlich wird ab nächstem Schuljahr pro Gruppe neben der Leiterin eine Assistenzperson eingesetzt. Da sich der Kanton während einer Projektphase bei Kindern in dieser Alterskategorie mit entsprechenden Bedarf finanziell beteiligt, musste der Gemeinderat für diese Massnahme lediglich einen zusätzlichen Beitrag von jährlich 10 000 Franken an den Trägerverein sprechen und eine Defizitgarantie zugunsten des Spielgruppenbetriebs abgeben.

Pilotphase dauert zwei Jahre

Der Gemeinderat ist davon überzeugt, dass es eine in vielfacher Hinsicht vernünftige Sache ist, die Kinder bereits im Vorschulalter zu fördern, wenn sie sprachliche oder gravierende andere Defizite aufweisen. Aus diesem Grund war die Zustimmung im Rat einstimmig und ohne Enthaltungen. Nach Ablauf der zweijährigen Pilotphase wird der Gemeinderat aufgrund der gemachten Erfahrungen über die definitive Einführung der Frühen Förderung befinden.

In Kürze

Blaue Zone untere Ey: Die Parkplätze beim Abzweiger von der Industriestrasse in Richtung Fussballplatz im Bereich des Tennisplatzes werden häufig von Dauerparkierern belegt. Aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat auf Antrag der Baukommission, dort eine Blaue Zone zu erlassen.

Ersatz Holzschnitzelheizung: Die Holzschnitzelheizung beim Alten Schulhaus ist dreissigjährig und muss in den nächsten Jahren ersetzt werden. Bürgerrat Peter Wyss orientierte über die grundsätzliche Bereitschaft der Bürgergemeinde, das Alte Schulhaus mit Mehrzweckhalle in den bestehenden Wärmeverbund zu integrieren. Der Rat erachtet diesen Einbezug als interessante, prüfenswerte Lösung und erwartet konkretere Vorschläge von der Bürgergemeinde.

Unveränderte Zinsregelung: Der Gemeinderat beschloss, an der bisherigen Zinsregelung festzuhalten. Bei Steuerinkasso gelten weiterhin ein Verzugszinssatz von 5 Prozent und ein Vergütungszinssatz von 2 Prozent. Diese relativ hohen Sätze rechtfertigt der Gemeinderat mit der Steuergerechtigkeit. Wer seine Steuern rechtzeitig bezahlt, muss belohnt werden. Wer in Verzug gerät, muss dafür eine angemessene «Prämie» bezahlen.

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