Der Gemeinderat von Trimbach hat eine Vereinbarung mit Olten genehmigt, wonach Schülerinnen und Schüler, die direkt aus dem Ausland kommen und die kein Deutsch sprechen, in der Stadt eine Klasse für Fremdsprachige besuchen können. Olten hat eine solche Klasse im Schuljahr 16/17 eingeführt. Die Schüler aus Trimbach werden während 20 Lektionen pro Woche in der Klasse unterrichtet, maximal 9 Monate lang, sind aber der Regelklasse in Trimbach angeschlossen.

Ausserdem hat der Gemeinderat eine Pensenerhöhung in der Schulsozialarbeit von 100 auf 140 Prozent genehmigt. Die Schulsozialarbeit könne niederschwellig eingesetzt werden und Probleme schnell und unkompliziert aufgreifen, betont der Gemeinderat. Die momentanen Ressourcen von 100 Stellenprozenten reichen jedoch nicht aus, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Momentan könne die Schulsozialarbeit nicht im Kindergarten eingesetzt werden, ohne ihre Aufgaben auf der Primar- und Sekundarstufe zu verringern. Mit dem grösseren Pensum müssten externe Präventions-Module für Kindergarten und Primarschule zudem nicht mehr eingekauft werden. Die Erhöhung sei somit fast kostenneutral. Die Genehmigung erfolgte einstimmig.

Auftrag für Ortsplanrevision

Der Auftrag für die anstehende Revision der Ortsplanung von Trimbach geht an die Firma Planteam S. Das hat der Gemeinderat in Eigenregie entschieden, da das Auftragsvolumen unter dem Schwellenwert von 150 000 Franken liegt und somit rechtlich eine freihändige Vergabe möglich ist. Planteam S habe bereits die Entwicklung des neuen räumlichen Leitbildes 2015 bis 2017 begleitet und ebenso die vorhergehende Ortsplanungsrevision anfangs 21. Jahrhundert betreut.

Die Firma habe dadurch umfassende Kenntnisse der Raumplanungssituation in Trimbach, begründet der Gemeinderat diesen Entscheid. Er befürchtet, dass bei einer Ausschreibung — und der damit verbundenen allfälligen Vergabe an einen anderen Anbieter — ein bedeutender Teil des vorhandenen Wissens verloren gehen könnte. Das würde für die Gemeinde zu Mehraufwand und Mehrkosten führen.

Der Gemeinderat hat zudem die Petition «Unsere Post muss in Trimbach bleiben» mit über 200 Unterschriften entgegengenommen. Obwohl mittlerweile feststeht, dass die Poststelle Trimbach bis mindestens 2021 erhalten bleibt, betont der Gemeinderat, dass man das Thema nicht aus den Augen verlieren dürfe. (mgt)