Schönenwerd
Finanzverwalter richtet Chaos pur im Hotel an

«Au das no»: An den nächsten zwei Wochenenden lädt die Theatergruppe «Goldni Aehri» zu ihren diesjährigen Aufführungen ins Casino.

Verena Fallegger (Text und Foto)
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Die Theatergruppe «Goldni Aehri» wartet darauf, das Publikum vorzüglich zu unterhalten.

Die Theatergruppe «Goldni Aehri» wartet darauf, das Publikum vorzüglich zu unterhalten.

Vreni Fallegger

Die 39. Aufführung der Theatergruppe «Goldni Aehri» hat morgen Freitag Premiere. Regisseur Bernhard Hänni hält die Fäden in der Hand. Er hat den Laienschauspielern ihre Rollen in «Au das no» zugeteilt und auf den Leib geschrieben. Im Alltag ist Hänni als Finanzverwalter der Gemeinde Walterswil tätig. Warum führt er Regie? Seine Antwort gibt er schmunzelnd: «Bevor ich diese Anstellung in Walterswil hatte, habe ich schon Regie geführt. Und ich muss sagen, dass es viel einfacher ist die Figuren, die Menschen auf der Bühne zu lenken, als Zahlen. Die sind eben starr und weniger flexibel.»

Hänni schaut bei der Probe zu und unterbricht die Schauspieler nicht, sondern bringt in den Pausen seine gezielte, aber aufbauende Kritik an. «Bis zur Premiere wird alles klappen», ruft er lachend auf die Bühne, «also an die Arbeit, Leute». Das Bühnenbild stammt aus dem Theaterfundus plus, Härkingen. Als Theatercoiffeure sind Beate und Peter Lanz aus Däniken am Werk, als Souffleuse amtet Sonja Burgherr.

Jugendtraum mit Hindernissen

Im Stück «Au das no» geht es um den Jugendtraum des Ehepaars Peter und Madeleine Feller, dargestellt von Rudolf Maurer und Ursula Hälg. Sie haben das Hotel Del Lago in Aldaco bei Lugano gekauft. Dies erweist sich bei der Eröffnung irgendwie als nicht ganz bewohnbar. Wasserschäden im ganzen Haus – und dennoch werden die Zimmer vermietet. Portier Alberto Cavallo, gespielt von Leo Kaufmann, hat allerlei zu tun und sein Einfallsreichtum ist gefragt, damit sich die Gäste im doppelbesetzten Zimmer 9 nicht über den Weg laufen.

Der unsympathische Immobilienverkäufer Martin Schock (Beat Wernli) betrügt nicht nur seinen Chef Hans Keusch (Bernhard Hänni), sondern auch seine Frau Miriam (Erika Werner). Schock zieht den Geschäftsmann Lukas Steiner (Reinhard Kleiner) über den Tisch und sackt dabei eine Menge Schwarzgeld ein. Sein Chef Hans Keusch kommt ihm auf die Schliche und stellt seinem undankbaren Mitarbeiter eine Falle. Portier Alberto und die Putzfrau Maria wissen auch nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht, denn im Hotel herrscht das Chaos.

Im Weiteren spielt die Geschichte der unglücklichen Liebe von Annemarie Keusch (Jessica Wernli) und Martin Nägeli (Walter Egger) eine Rolle. Nägeli möchte deswegen nämlich ins Kloster. Da kommt Schwester Margrit vom Kloster Maria Hilf (Chrigi Höltschi) ins Spiel. Sie sucht den neuen Schützling. Wie könnte es anders sein, ein neues Problem taucht auf: Annemarie ist schwanger. Doch von wem?

Turbulenzen garantiert

Dass zwei Personen in diesem Lustspiel Martin heissen, bringt noch mehr Verwirrung auf die Bühne. Nicht alle Personen sind das, was sie vorgeben. Wie all diese Ungereimtheiten und Turbulenzen trotz allem ein gutes Ende nehmen, wird hier nicht verraten.

Während diesem Schwank in drei Akten von Ronny Sunters in der Dialektbearbeitung von Rico Spring sind Spannung und Erholung garantiert. Die Theatergäste können sich auf herrliches Schauspiel einstellen, denn die verschiedenen Auftritte machen dem Titel «Au das no» alle Ehre.

Tickets und Reservierung telefonisch: Montag, Mittwoch, Donnerstag von 17.30 bis 19 Uhr unter 078 974 92 20 oder via E-Mail: theatergoldniaehri@gmx.ch. Tickets sind bis 19.30 Uhr an der Abendkasse abzuholen. Theatergäste sind gebeten, die Parkplätz vom Hotel Storchen nicht zu benützen.