Dulliken
Finanzielle Entlastung für die Feuerwehr

Der Dulliker Gemeinderat gewährt der Feuerwehr bis 2026 einen jährlichen Beitrag von 29 750 Franken. Damit soll die Feuerwehr selbsttragend bleiben und in finanziellen Belangen autonom handeln können.

Andreas Gervasoni
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zvg

Als Haupttraktandum befasste sich der Dulliker Gemeinderat letzten Montag mit der finanziellen Lage der Dulliker Feuerwehr. Mit Einführung der Rechnungslegungsgrundsätze nach HRM2 wurde vonseiten des Kantons festgelegt, dass der Restwert des alten Anlagevermögens innert 10 Jahren abzuschreiben ist.

Diese Bestimmung gibt nun mit Blick auf die Dulliker Feuerwehrrechnung zur Sorge Anlass. Neben der Abschreibung des neuen Tanklöschfahrzeugs, welches die Feuerwehrrechnung jährlich mit 26 700 Franken belasten wird, muss die vor wenigen Jahren abgeschlossene Erweiterung des Feuerwehrgebäudes, welche noch mit 297 500 Franken in den Büchern steht, nun innert 10 Jahren abgeschrieben werden.

Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung von jährlich 29 750 Franken. In der Folge muss die Feuerwehr gemäss Berechnungen der Finanzkommission ab 2017 mit einem strukturellen Defizit von jährlich rund 33 000 Franken rechnen.

Die Feuerwehr hat bereits den Bedarf nach neuen Fahrzeugen angemeldet (2021 Ersatz Pionierfahrzeug und 2025 Ersatz Atemschutzfahrzeug). Nachdem letztes Jahr auf Kantonsebene Bestrebungen gescheitert sind, die Beitragssätze bei den Feuerwehrersatzabgaben zu erhöhen, ist der Gemeinderat heute der klaren Auffassung, dass auf Gemeindeebene Handlungsbedarf besteht.

Der Rat erachtet es als gangbaren und auch verantwortbaren Weg, der Feuerwehr die Belastung aus der Abschreibung des Restwerts des Feuerwehrmagazins von total 297 500 Franken abzunehmen. Dies umso mehr, weil die gesamte Bevölkerung von den mannigfaltigen Leistungen der Feuerwehr profitiert. Dank dieser Massnahme soll die Feuerwehr als Spezialfinanzierung weitergeführt werden können, was im allgemeinen Interesse liegt.

Beitrag gewährt

Einerseits ist es aus Sicht des Gemeinderates wünschenswert, dass die Feuerwehr selbsttragend bleibt und deshalb auch finanziell eigenverantwortlich weitergeführt werden kann. Andererseits ist es aus Sicht der Feuerwehr wünschenswert, auch in finanziellen Belangen die Autonomie beibehalten zu können.

Der Rat folgte einstimmig einem Antrag der Finanzkommission, welche vorschlägt, der Feuerwehr von 2017 bis 2026 einen jährlichen Beitrag aus dem allgemeinen steuerfinanzierten Finanzhaushalt in Höhe von 29 750 Franken zu gewähren – in der Summe also 297 500 Franken. Das letzte Wort in dieser Frage hat der Souverän anlässlich der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017 um 20 Uhr in der Aula Kleinfeld.

In Kürze

  • Vonseiten der Verwaltungsleitung wurde die Frage in den Rat hineingetragen, ob die Gemeinde für ihre Gebäude und das Mobiliar eine Erdbebenversicherung abschliessen will. Einstimmig nahm der Rat Abstand davon.
  • Der Gemeinderat beschloss die Geschädigten von Bondo mit einem Beitrag von 5000 Franken zu unterstützen. Dieser Betrag soll für Schäden eingesetzt werden, die nicht von einer Versicherung getragen werden.
  • Um lange vom aktuellen Tiefzins-Niveau profitieren zu können, beschloss der Gemeinderat, von der Offerte der Raiffeisenbank Dulliken-Starrkirch für eine auf 6 Jahre ausgerichtete Termingeldanlage Gebrauch zu machen.