Lostorf
Feuerwehr mit wenig Ernsteinsätzen, dafür viel Ausbildung

An ihrer Hauptübung blickte die Feuerwehr Lostorf- Stüsslingen-Rohr auf ein ruhiges Jahr zurück.

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Angenommen: Ein Lastwagen, beladen mit «gefährlichem Stoff», kollidiert mit einem Personenwagen.

Angenommen: Ein Lastwagen, beladen mit «gefährlichem Stoff», kollidiert mit einem Personenwagen.

Markus Müller

Ein unüblicher Verkehrsunfall mit chemischer Verschmutzung war das Thema der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr.vom Freitag in Lostorf. Ein Lastwagen, beladen mit «gefährlichem Stoff», fährt von Mahren Richtung Lostorf.

Plötzlich kollidiert das Gefährt mit einem Personenwagen. Die beiden Insassen im Auto werden verletzt, der Lastwagenchauffeur steht unter Schock. Doch nicht genug. Durch die Kollision wurde auch der Tankbehälter des Lastwagens beschädigt – eine unbekannte Substanz fliesst aus.

Was sich nach einer Schreckensmeldung auf einem Nachrichtenportal anhört, könnte für die Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr bitterer Ernst sein. Und genau dieses Szenario wurde an der diesjährigen Hauptübung geprobt. Zahlreiche feuerwehrinteressierte Zuschauer, geladene Gäste sowie Behördenmitglieder wohnten der von Einsatzleiter Manuel Hallauer geleiteten Hauptübung bei.

Vielseitige Einsatzstatistik

Die Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr blickt auf ein relativ ruhiges Feuerwehrjahr 2016 zurück. Seit der Hauptübung 2015 mussten die Feuerwehrleute für total 19 Einsätze ausrücken, davon gerade einmal drei Brandereignisse.

Die restlichen Einsätze verteilen sich auf die Kategorien Elementarschäden (8), Notfall- und Rettungsdienst (2), Technische Hilfeleistungen (2), Brandmeldeanlagen (2) sowie diverse Einsätze (2). Für alle Ernstfälle wurden «nur» 211 Soldstunden abgebucht, was darauf zurückzuführen ist, dass glücklicherweise kein Grossbrand bekämpft werden musste.

Erfreuliche Bilanz

Auch ausbildungstechnisch gesehen schaut die Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr auf ein gelungenes Jahr zurück. Ganze 41 Aus- und Weiterbildungskurse wurden von Angehörigen der Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr besucht. Total ergibt dies 71,5 Tage, welche zugunsten der Allgemeinheit aufgewendet wurden. Seit der letzten Hauptübung konnte auch ein erfreulicher Übungsbesuch von durchschnittlich 78 Prozent erreicht werden. Insgesamt fünf Feuerwehrleute weisen eine Anwesenheit von 100 Prozent auf, acht Angehörige der Feuerwehr fehlten nur gerade ein Mal.

Wenige Mutationen

Das Kader der Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr erleidet auf nächstes Jahr kaum Änderungen. Aufgrund von Aus- und Weiterbildungen sowie durch Übernahmen neuer Funktionen dürfen trotzdem folgende Beförderungen bekannt gegeben werden:

  • Zum Offizier: Manuel Hallauer
  • Zum Korporal: Benedikt Holzer, Torsten Maier
  • Zum Gefreiten: Thomas Schilling.

Zum 10-jährigen Dienstjubiläum wurde Gabriel Studer geehrt. Stéphanie Pulver legt ihr Amt als Feuerwehradministratorin nieder und verlässt die Feuerwehr Lostorf-Stüsslingen-Rohr.(mgt)

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